Interview

Saturn-Aus in Hildesheim: Wie geht es mit der Arneken Galerie weiter, Dirk Fittkau?

Hildesheim - Es ist ein herber Schlag, der größte Mieter verabschiedet sich aus dem Hildesheimer Einkaufszentrum – was der Deutschland-Manager des Betreibers sagt.

Wie geht’s weiter mit der Arneken Galerie? Die Antworten des früheren Centermanager und jetzigen Chefmanager fürs Deutschlandgeschäft des Betreibers Kléppiere, Dirk Fittkau, bleiben im Ungefähren. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Dirk Fittkau war der erste Center Manager der Arneken Galerie, hat die Betreiberwechsel von Multi Development zu Corio und schließlich Klépierre mitgemacht. Inzwischen ist er für den französischen Konzern Chefmanager für den deutschen Markt und fünf Einkaufszentren.

Herr Fittkau, Sie haben die Arneken Galerie als Center Manager mit eingeweiht, Saturn war von Anfang an der wichtigste Mieter. Was bedeutet die Schließung des Standorts aus Ihrer Sicht für die Arneken Galerie?

Selbstverständlich bedauern wir es, dass Saturn die Arneken Galerie verlässt. Die Herausforderung besteht nun darin, einen möglichst attraktiven Nachmieter zu finden.



Sie kennen aus Ihrer Arbeit in Hildesheim die hiesige Innenstadt sehr gut. Wird der Saturn-Schließung Ihrer Einschätzung nach negative Folgen auf die City haben, weil vielleicht auch Unternehmen, die über eine Ansiedlung in Hildesheim nachgedacht haben, den Standort wegen nachlassender Attraktivität meiden?

Natürlich entsteht eine Angebotslücke durch den Weggang von Saturn. Inwiefern dies die Entscheidungen von anderen Unternehmen beeinflusst, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber wer weiß, ob nicht jemand diese Lücke als Chance begreift und diese nutzt.

Die Arneken Galerie kämpft seit der Eröffnung gegen Leerstände, hatte zu keinem Zeitpunkt Vollvermietung und hat nun den bislang heftigsten Rückschlag zu verkraften. Kann das auch der Todesstoß gewesen sein, so dass Klépierre die Lust an dem Center verliert und versucht, es loszuwerden?

Der Markt ist nicht zuletzt seit der Corona-Pandemie im Wandel. Natürlich haben wir Pläne und Optionen für die Arneken Galerie, über die wir heute allerdings nicht berichten können. Gern erinnere ich hier jedoch an die Ansiedlung von TK Maxx, die gezeigt hat, welche Veränderungen möglich sind.



Was könnten Kaufleute, Stadt und Lokalpolitik besser machen, um die Innenstadt vor dem weiteren Niedergang zu bewahren?

Das erfordert zunächst eine noch stärkere Zusammenarbeit und die Einbindung aller potenziell betroffenen Akteure, um neue Ideen zu entwickeln und den Mut, diese umzusetzen.

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