Hildesheim - Das Ameos-Klinikum hat seit kurzem eine eigene Traumaambulanz. Diese richtet sich an Menschen, die Opfer einer Gewalttat geworden sind. Ziel von Traumaambulanzen ist es, nach einem traumatischen Ereignis schnelle Hilfe zu bekommen. Wenn Menschen etwa in einen schweren Autounfall verwickelt worden sind, Opfer eines Überfalls oder einer Vergewaltigung wurden, finden sie in Traumaambulanzen schnell Hilfe.
Innerhalb von 24 Stunden melden sich Angestellte des Ameos-Klinikums bei den Betroffenen, wie Steffen Wanza, Psychologische Zentrumsleitung, erklärt. Innerhalb von 14 Tagen soll es dann ein persönliches Gespräch geben, in dem weitere Schritte besprochen werden können. So soll Opfern gezielt schnell geholfen werden, damit es gar nicht erst dazu kommt, dass das Trauma Folgestörungen hervorruft.
Auch Angehörige sollen Hilfe bekommen
In der Traumaambulanz können sich alle anmelden, die innerhalb der vergangenen 12 Monate Opfer eines traumatischen Erlebnisses geworden sind. Oder, wenn die Beschwerden aufgrund einer traumatischen Erfahrung innerhalb der vergangenen 12 Monate aufgetreten sind – wenn etwa jemand in seiner Kindheit sexualisierte Gewalt erlebte, die Folgen davon aber erst im Erwachsenenalter auftreten.
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Auch Angehörige von Opfern können hier Hilfe suchen. Neben der Universität Hildesheim bietet das Ameos-Klinikum damit die zweite Traumaambulanz in Stadt und Landkreis Hildesheim.
