Neue Phase bei Arbeiten

Erkundungen an historischer Brücke in der Hildesheimer Dammstraße gestalten sich schwierig

Hildesheim - Die Erkundungen auf der Nordseite der historischen Brücke in der Dammstraße in Hildesheim gestalten sich schwieriger als erwartet – doch was heißt das für den Zeitplan und die Freigabe der Fahrbahn?

An der historischen Brücke unter der Dammstraße in Hildesheim hat die nächste Phase der Arbeiten begonnen. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Der Plan steht seit Monaten fest: Die Stadt will die Fahrbahn in der Dammstraße so schnell wie möglich wieder herstellen lassen, über die 850 Jahre alte Brücke darunter kommt eine Betonplatte. Um deren Maße festzulegen, muss aber klar sein, wo genau im Boden das historische Bauwerk liegt. Doch das steht auch drei Wochen nach dem Start der Erkundungen nicht fest. Bei denen hat daher am Montag eine neue Phase begonnen.

Die Südseite der Brücke ist schon seit längerem komplett freigelegt. Der genaue Verlauf der Nordseite gibt den begleitenden Archäologen allerdings noch Rätsel auf. Zwar haben die Experten in einem von zwei Grabungsschächten einen Teil der Nordkante der Brücke ausgemacht. Doch diese ist im zweiten Suchschacht, der einige Meter weiter westlich liegt, wegen zahlreicher anderer Mauerreste aus vorherigen Jahrhunderten nicht klar zu sehen. „Das ist nicht so eindeutig, wie wir uns das gewünscht haben“, sagt Stefan Keck vom Ingenieurbüro BN Umwelt, der die Arbeiten koordiniert.

Bau-Koordinator lobt Zusammenarbeit mit Niedersächsischem Landesamt für Denkmalpflege

Denen stehen vor allem zweiunterirdische Mauern nahe dem Dammstraßen-Bürgersteig im Weg – etwa dort, wo ein etwa zweiter Meter breiter Schlitz im Boden für die spätere Gründung der Betonplatte vorgesehen sind. Der Eingriff ist laut Keck sowieso nötig; er hat deshalb beim Landesamt für Denkmalschutz beantragt, die störenden Mauern entfernen und im selben Zuge den Gründungsschlitz anlegen zu können. Der zuständige Landesamt-Mitarbeiter Dr. Markus C Blaich kam dem Wunsch „rasend schnell“ nach, freut sich Keck. Ohnehin arbeite man „Hand in Hand“. Und so läuteten die beiden Männer gemeinsam mit anderen Beteiligten am Montag an der Baugrube, darunter ein Kampfmittelexperte, den nächsten Abschnitt der Arbeiten ein.

Wann ist die Dammstraße wieder frei? Experten lehnen genaue Vorhersage ab

Für die hat Keck vier Wochen veranschlagt – „erstmal“, wie er angesichts der bisherigen Überraschungen auf der Nordseite der Brücke betont. Für das Einbringen der Betonplatte und das Herstellen der Fahrbahn sind weitere drei Monate veranschlagt. Es zeichnet sich allerdings ab, dass der Aufwand für die Gründung der Platte nicht unerheblich werden dürfte – darauf lässt zumindest das Baugrundgutachten schließen, das eine dünnere Kiesschicht als erhofft ausweist. Doch was heißt all das für den Zeitplan in der Dammstraße? Da wollte sich auch am Montag keiner der beteiligten Fachleute festlegen.

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