Gadenstedt - Die Serie der Geldautomatensprengungen reißt nicht ab: Unbekannte haben in der Nacht zu Dienstag ein Gerät im Vorraum eines Geldinstituts in Gadenstedt (Landkreis Peine) gesprengt. Es sei ein erheblicher Gebäudeschaden entstanden, sagte ein Polizeisprecher. Nach Polizeiangaben wurde aber kein Geld erbeutet. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Personen in der Nähe von Bankfilialen oder Geldautomaten beobachten, umgehend den Notruf 110 zu informieren.
Gegen 2.25 Uhr hatte eine Zeugin drei Personen vor der Bank-Filiale in dem Ortsteil von Ilsede beobachtet. Eine von ihnen saß in einem dunklen, hochmotorisierten Auto. Dessen Nummernschild war zuvor gestohlen worden, wie sich später herausstellte.
Zwei Detonationen
Dem Sprecher zufolge gab es kurz nach Beobachtung der Personen zwei Detonationen. Die Täter seien mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Autobahn 2 geflohen. Bei den Löscharbeiten habe ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr eine Rauchgasvergiftung erlitten. Die verletzte Person sei vor Ort in einem Rettungswagen behandelt worden.
In diesem Monat waren bereits Geldautomaten im Landkreis Verden und im Landkreis Hildesheim gesprengt worden. Bereits im Juni gab es eine Reihe von ähnlichen Taten an unterschiedlichen Orten in Niedersachsen.
Die Tat im Kreis Hildesheim geschah am Montag, 18. Juli, in Harsum. Gegen 3 Uhr ging der Notruf bei der Polizei ein: Wie sich herausstellte, hatten Unbekannte in der Sparkassen-Filiale im Mahnhof 3 einen Geldautomat im Vorraum der Bank gesprengt. Geld fiel den Tätern jedoch nicht in die Hände – denn der Automat war mit einem Einfärbesystem ausgestattet, wie die Ermittler inzwischen mitgeteilt haben.

