Kreis Hildesheim - Die Bauarbeiten auf der B243 zwischen Ochtersum und Groß Düngen wirken sich auch auf Itzum aus. Wie berichtet, ist die Bundesstraße seit Dienstagmorgen zunächst zwischen Egenstedt und Marienburg für den Verkehr komplett gesperrt, weitere Bauabschnitte werden folgen. Laut der stellvertretenden Ortsbürgermeisterin Alexandra Briegert (parteilos) ist vor allem zu Stoßzeiten am Morgen im Berufsverkehr auf der Itzumer Hauptstraße viel mehr Verkehr als sonst. Briegert habe die Lage dort gut im Blick, berichtete sie am Mittwoch während der Sitzung des Ortsrats Itzum-Marienburg.
Zwar führt die offizielle Umleitung für alle, die aus Richtung Ochtersum nach Bad Salzdetfurth wollen, von Ochtersum zunächst stadteinwärts über die Alfelder Straße (B243), dann weiter in Höhe der Polizei auf die Schützenallee (B1) bis zum Berliner Kreisel, weiter über die B6 via Achtum, Uppen, Wendhausen und anschließend über die L 492 Richtung Heinde und Groß Düngen. Von Bad Salzdetfurth aus gilt die Umleitung in umgekehrter Richtung.
Landesbehörde weist erneut auf offizielle Umleitung hin
Wer sich aber auskennt, nimmt eine inoffizielle Ausweichstrecke, nämlich über Itzum, Lechstedt und Heinde weiter Richtung Bad Salzdetfurth (oder in umgekehrter Fahrtrichtung nach Hildesheim). „Morgens ist die Itzumer Hauptstraße komplett zu, ich habe noch nie so viel Verkehr in der Straße gesehen“, so Briegert. Auch zahlreiche Lastwagen-Fahrer würden diese Route offenbar aktuell nutzen. „Dafür ist die Straße gar nicht ausgelegt.“
Bereits im Vorfeld hatte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eingeräumt, dass das nicht verhindert werden könnte, wies aber darauf hin, dass Fahrerinnen und Fahrer dadurch nicht automatisch schneller am Ziel seien. Die B1 und die B6 seien als Umleitungsstrecken ausgewählt worden, weil diese im Gegensatz zu kleineren Orten den Verkehr aufnehmen können, hieß es. Sollte es auf der von Ortskundigen genutzten Ausweichroute zu massiven Problemen kommen, könnten sich Stadt und Ortsrat an den Landkreis wenden, der dann in Absprache die verkehrsbehördliche Anordnung ändern könnte und etwa eine Behelfsampel aufstellen, wie es sie auch schon in Heinde gibt. „Wir werden die Lage im Blick behalten“, versprach Ortsbürgermeisterin Beate König (SPD) und wandte sich damit auch schon direkt an Moni Wagner, die die Verwaltung vertrat.
