Unterschiedliche Meinungen

Standort für neues Feuerwehrhaus in Heinde noch immer nicht geklärt

Heinde - Heinde braucht ein neues Feuerwehrhaus. Doch der Standort dafür ist strittig. Die Entscheidungsfindung geht nun im Bauausschuss in die nächste Runde.

Auf dieser Fläche könnte das neue Heinder Feuerwehrhaus gebaut werden. Foto: Michael Vollmer

Heinde - Heinde braucht ein neues Feuerwehrhaus, das ist unstrittig. Seit Monaten wird deshalb auch schon nach einem geeigneten Standort im Ort gesucht. Doch genau in dem Punkt sind sich offenbar nicht alle einig. Am kommenden Dienstag, 14. September, beschäftigt sich der Bauausschuss der Stadt mit dem Thema und will voraussichtlich eine Beschlussempfehlung für den Stadtrat aussprechen. Kommt es dazu, könnte der alte Stadtrat also noch kurz vor der Übergabe an den neu gewählten, eine Entscheidung fällen.

Gebäude ist viel zu klein

„Unser Feuerwehrhaus ist spätestens mit dem neuen Fahrzeug viel zu klein geworden“, beschreibt Heindes Ortsbürgermeister Kai Schwetje das Problem. Deshalb sei er auch froh, dass der Bau eines Feuerwehrhauses in Heinde in der Prioritätenliste der Stadt weiter nach vorne gerutscht sei. Im Februar hatte sich bereits der Ortsrat mit der Standortfrage für das Gebäude beschäftigt. Vier Möglichkeiten würde es im Ort geben. Jeweils rechts und links an der Ortsausfahrt in Richtung Autobahn, an der ehemaligen Volksbank und schräg gegenüber des Lädchens mitten im Ort.

Letzteres gehört bereits der Stadt. Im Februar hatte Bürgermeister Björn Gryschka auf Anfrage der HAZ bestätigt, dass die Verwaltung auf Beschluss des Verwaltungsausschusses das Grundstück bereits gekauft habe. Damit sei aber noch lange nicht entschieden, dass dort auch das Feuerwehrhaus gebaut würde. Falle die Politik eine Entscheidung gegen den möglichen Standort dort ließe sich über eine eventuelle Wohnbebauung sprechen oder das Areal würde schlicht wieder verkauft.

Auch Ortsbürgermeister dafür

Schwetje und auch Ortsbrandmeister Lutz Türschen plädieren allerdings tatsächlich für das Gelände im Ort. „Weil es zentral gelegen ist, für alle Aktiven schnell auch zu Fuß und mit dem Rad erreichbar ist“, erklärt Schwetje. Zudem sei ein Feuerwehrhaus durchaus ein Dorftreffpunkt und gehöre deshalb auch ins Zentrum. Und das Areal habe einen weiteren Vorteil: Weil es schon im Besitz der Stadt sei, könnten die Planungen schnell voran gehen. Schwetje ist zuversichtlich, dass im kommenden Jahr bereits gebaut werden könnte. Bei den anderen Standorten würde deutlich mehr Zeit vergehen. Aber der Zeitfaktor sei für ihn nur ein zusätzliches Argument.

Der Heinder Ortsrat habe inzwischen ein einstimmiges Votum für das Grundstück abgegeben, sagt Schwetje. Wenngleich Ortsratsmitglied Markus Behme zunächst noch um eine Überprüfung der anderen Standorte bat. Zumal ein Standort am Ortsausgang Richtung Autobahn Vorteile hätte, wenn man den zusammen mit einem Neubaugebiet plane, so Behme in der Ortsratssitzung im Februar. Eine Überprüfung habe aber inzwischen gezeigt, dass es aufgrund der möglichen Größe eines Neubaugebietes Probleme mit der Ausfahrt für die Feuerwehrfahrzeuge geben würde, so Schwetje.

Diskussion im Ausschuss

Dass es weiterhin Kritiker an dem Standort gegenüber des Lädchens gibt, weiß Schwetje. So soll auch Stadtbrandmeister Matthias Bellgardt anderer Meinung sein. Der erklärte auf Anfrage, dass er zusammen mit seinem Stellvertreter auf Wunsch der Verwaltung eine ausführliche Stellungnahme über alle vier möglichen Standorte eingereicht habe. Details dazu würde er in der Sitzung, an der er als Gast teilnehme, auf Wunsch der Politik erläutern. Auch Schwetje geht davon aus, dass am kommenden Dienstag in der öffentlichen Sitzung im Rathaus (Beginn 18.30 Uhr) die unterschiedlichen Argumente sicherlich noch mal auf den Tisch kommen.

Die Verwaltungsvorlage für den Tagesordnungspunkt spricht indes eine klare Empfehlung für den Bau auf dem bereits gekauften Grundstück aus.

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