Volleyball-Bundesliga

„Teamchemie stimmt“ – So begründet Grizzlys-Chef Kucera den aktuellen Stand der Kaderplanung

Giesen - Fünf Vertragsverlängerungen stehen auch fünf Abgängen gegenüber. Sascha Kucera begründet die Entscheidungen über das Personal.

Giesen - Es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass ein Team einen Ausverkauf nach einer starken Saison hätte hinnehmen müssen. Die Bundesliga-Volleyballer der Helios Grizzlys Giesen arbeiten allerdings mit Hochdruck daran, den positiven Eindruck der kürzlich beendeten Spielzeit 2022/23 aufrecht zu erhalten.

Sieben Mann für nächste Saison

Dafür vermeldete Geschäftsführer Sascha Kucera am Montagabend gleich fünf Vertragsverlängerungen. So werden Fedor Ivanov, Jakob Günthör, Jan Röling, Jori Mantha und Lorenz Karlitzek auch in der kommenden Saison das Giesener Trikot tragen. Ohnehin noch gültige Arbeitspapiere haben Kapitän Hauke Wagner und Mittelblocker Noah Baxpöhler. Damit steht das Grundgerüst des Kaders für die kommende Saison.

Wir hatten die Befürchtung, dass nach der guten Saison unsere Spieler bei anderen Mannschaften auf dem Zettel stehen

Sascha Kucera

„Ich bin sehr froh, dass alle genannten Spieler bleiben“, so Kucera über die Verlängerungen. Er gab aber auch zu, dass er Sorgen hatte, dass es hätte anders kommen können. „Wir hatten die Befürchtung, dass nach der guten Saison unsere Spieler bei anderen Mannschaften auf dem Zettel stehen, das macht es nicht einfacher. Aber wir wollen schon einen Stamm halten.“ Entscheidend sei für die Giesener Verantwortlichen dabei vor allem ein Punkt gewesen. „Die Team-Chemie hat gestimmt“, erkannte Kucera an. „Dadurch haben wir sicher den einen oder anderen engen Satz oder sogar enge Spiele für uns entscheiden können.“

Während es für Günthör, Mantha und Ivanov die zweite Spielzeit in Giesen sein wird, geht Karlitzek bereits in seine dritte Saison, Röling gar in seine fünfte. Die Verhandlungen seien im Übrigen unterschiedlich gewesen. „Jakob Günthör fühlt sich wohl. Wir hatten ein gutes Gespräch, auch wenn er natürlich andere Angebote hatte“, erklärte Kucera.

Mantha verlängert um zwei Jahre

„Die Entscheidung, bei den Grizzlys zu bleiben, ist mir sehr leichtgefallen. Das Team und der Staff sind super, und ich habe hier eine Menge Spaß“, so Jakob Günthör. Und Zuspieler Ivanov gibt sich angriffslustig. „Ich hatte eine sehr schöne erste Saison, und ich möchte in Hildesheim bleiben. Die Grizzlys bieten mir für das nächste Jahr eine großartige Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln. Nächste Saison greifen wir in der Liga und im Pokal die Top-4 an“, so der Finne. Giesens Geschäftsführer hatte für seinen Zuspieler auch ein großes Lob parat: „Er hat nach seiner Verletzung von Anfang an gezeigt, was er kann und sich im Saisonverlauf noch gesteigert.“

Meinen Vertrag zu verlängern, war eine einfache Entscheidung

Jori Mantha

Außenangreifer Mantha verlängerte seinen Vertrag gleich um zwei Jahre in Hildesheim. „Ich fühle mich sehr wohl bei den Grizzlys und bekomme viel zurück von allen Helfern, Sponsoren, Fans und dem gesamten Team. Meinen Vertrag zu verlängern, war eine einfache Entscheidung“, sagte der 30-Jährige.

Manager Sascha Kucera erklärte zudem, dass bereits zwei neue Außenangreifer, ein Libero und ein Diagonalangreifer unter Vertrag stehen würden. Die Giesener hätten sich allerdings mit den abgebenden Vereinen auf eine spätere Verkündung geeinigt.

Spanier Colito und Iribarne, sowie Libero Köykkä gehen

In der nächsten Saison nicht mehr mit von der Partie sein werden die beiden spanischen Publikumslieblinge Colito und Francisco Iribarne sowie David Seybering und Linus Engelmann. Schon länger bekannt war der Abgang von Libero Voitto Köykkä, der Finne wechselt in die erste polnische Liga. Zwar hatten die Giesener versucht, den starken Libero zu halten, die Lockrufe aus der starken polnischen Liga waren aber zu stark.

In gewissen Spielen ist uns aufgefallen, dass Colito es gut gemacht hat, aber auch an Grenzen gestoßen ist

Sascha Kucera

Anders lief es dagegen wohl bei Diagonalangreifer Colito ab. „Es ist uns schwergefallen, aber wir waren zweimal drauf und dran, unter die Top vier zu kommen. In gewissen Spielen ist uns aufgefallen, dass Colito es gut gemacht hat, aber auch an Grenzen gestoßen ist“, so Kucera. „Deshalb haben wir uns entschieden die Diagonalposition zumindest mit einem neuen Spieler zu besetzen.“

Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.