Innovation am neuen Radweg

Ticketautomat am Bad Salzdetfurther Bikepark: Erster Kassensturz – und wie es am Areal weitergeht

Bad Salzdetfurth - Viele haben es kritisiert: Seit zwei Monaten steht ein Ticketautomat am Eingang des Bad Salzdetfurther Bike- und Outdoorparks. Jetzt macht die Sportstadt einen ersten Kassensturz, äußert sich zu den Entwicklungen rund um den BOP und kündigt eine Innovation für den neuen Radweg an.

Stundentickets, Tages- oder Jahreskarten – der Ticketautomat am Eingang des Bad Salzdetfurther Bike- und Outdoorparks bietet alle Möglichkeiten. Foto: Ulrike Kohrs

Bad Salzdetfurth - Wer mit seinem Rad ein paar Runden durch den Bad Salzdetfurther Bike- und Outdoorpark drehen will, muss vorher seine Bankkarte zücken. Seit zwei Monaten nimmt die Sportstadt GmbH, die Trägerin des sogenannten BOPs, nämlich Eintrittsgeld. Fünf Euro zahlt ein Erwachsener für ein Tagesticket, Kinder und Jugendliche zahlen 2 Euro. Auch 4-Stunden-Karten oder Jahreskarten sind möglich. Die Einführung des Ticketautomaten ist von vielen Radsportlern heftig kritisiert worden, andere zeigten Verständnis, einige zweifelten, dass sich nur wenige Nutzer daran halten würden. Jetzt hat Eike Hillebrecht, Geschäftsführer der Sportstadt GmbH, einen ersten Kassensturz gemacht. Er verrät zudem, was mit dem Geld passiert und was sich rund um den BOP tut.

Kritische Debatte

Die kritische Debatte um den Ticketautomaten hat Hillebrecht aufmerksam verfolgt, doch die Einführung sei alternativlos gewesen. „Das sind wir auch dem Steuerzahler schuldig“, sagt Hillebrecht. Der BOP müsse schließlich unterhalten werden, zudem stünden immer mal wieder Investitionen für Neuerungen an. Da müssten Einnahmen gegengerechnet werden. Und die wiederum stimmen den Geschäftsführer nach den ersten zwei Monaten optimistisch. Knapp 5000 Euro hat der Ticketverkauf seit Mitte August eingebracht. Am häufigsten würden die 4-Stunden-Tickets für Erwachsene verkauft. Noch in Grenzen halte sich der Verkauf der Jahreskarten, aber mit Blick auf das vorangeschrittene Jahr sei das nachvollziehbar. Hillebrecht geht davon aus, dass im kommenden Jahr deutlich mehr Jahreskarten (Erwachsene 75 Euro, Kinder und Jugendliche 30 Euro) nachgefragt würden.

Ob nun tatsächlich jeder und jede ein Ticket zieht, bevor er oder sie sich im BOP oder auf dem benachbarten Flowtrail aufs Rad schwingt, kann Hillebrecht nicht mit Sicherheit sagen. Noch gebe es keine Besucherzählung, und Kontrollen fänden nur stichprobenartig statt. Das sei für den Anfang aber auch so beabsichtigt gewesen.

Wichtige Veranstaltungen

Der BOP sei und bleibe ein wichtiges Element in der Entwicklung des gesamten Areals an der Entlastungsstraße. Dazu gehören auch Sportveranstaltungen, wie es eine erst am vergangenen Wochenende gab – mit fast 700 Meldungen aus 12 Nationen. Das Cyclo-Cross-Bundesligarennen verhelfe dem BOP zu einem hohen Bekanntheitsgrad, freut sich Hillebrecht. Für die Zukunft wollen er und sein Team sich bemühen, auch andere Sportwettkämpfe in den Park zu holen, Laufveranstaltungen zum Beispiel.

Herzstück des Geländes sei der Plan für das ehemalige Kali-und Salz-Gelände in der Masch. Doch noch sind weder Gastronomie noch Geschäfte oder Übernachtungsmöglichkeiten in Sicht. Das Genehmigungsverfahren sei ausgesprochen umfangreich, erläutert Hillebrecht, der auch als Bauamtsleiter der Stadt Bad Salzdetfurth mit dem Vorhaben des Investors zu tun habe. Ob dort nun im kommenden Jahr gebaut werden dürfe, könne er deshalb noch nicht absehen.

Innovation am neuen Radweg

Für den Radweg, der zwischen der Kreuzung Griesbergstraße und der Einmündung Maiental an der Masch entlangführt, kündigt Hillebrecht eine Innovation an. Erstmals werde dort smarte Beleuchtung installiert. Heißt: Per Sensor werden die Lampen nur eingeschaltet, wenn dort jemand entlang radelt. Das schone Insekten und den Geldbeutel, sagt der Geschäftsführer. Der Radweg wird in Teilen der Bevölkerung durchaus kritisch gesehen, weil er eben nur an einem Teilstück der Enlastungsstraße entlangführt. Ohne ihn wäre das Gelände in der Masch nur mit dem Auto zu erreichen, erläutert hingegen Hillebrecht. Zudem diene er als Anbindung des BOPs und des Wohngebietes am Ortberg in Richtung Süden. Und letztlich sei er mithilfe erheblicher Fördermittel gebaut worden.

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