Harsum - Schrecklicher Fund im Stichkanal: Gegen 14.30 Uhr entdeckte ein Spaziergänger im Bereich der dortigen Bahngleise bei Harsum eine Tasche, die im Kanal trieb. Als es gelang, sie ans Ufer zu ziehen, entpuppte sich der Inhalt als ein totes Hundebaby. Wie die Polizei an diesem Dienstag mitteilte, ist der tote Hund bereits am Dienstag voriger Woche entdeckt worden.
Die Polizei leitete sofort eine weitere Untersuchung ein, weil es Hinweise darauf gegeben hat, dass der Hund getötet wurde. Außerdem wurde ein Veterinär hinzugezogen, der den Welpenkadaver untersuchen sollte.
Starke Verwesung
Bisher ist aber nur bekannt, dass der tote Hundewelpe bereits in einem stärkeren Verwesungszustand war. Er war in eine leopardengemusterten Tasche gesteckt, in der sich außerdem mehrere Steine und ein Kanister Scheibenreiniger befand. Um welche Hunderasse es sich bei dem Welpen handelt, ist nicht in dem Polizeibericht vermerkt, nur dass das Tier ein schwarz-weißes Fell hat.
Aufgrund des Verwesungszustandes des Hundekadavers vermutet die Polizei, dass der Rüde bereits innerhalb eines Zeitraums vom Jahresbeginn bis zum 28. März gestorben ist und dann im Kanal entsorgt wurde. Dass die Tasche wieder an die Wasseroberfläche geraten ist, könnte laut Polizeiauskunft auch an der Verwesung liegen, bei der der Körper Gase entwickelt.
Zeugen gesucht
Aber es gebe keinerlei Hinweise, wo der Kadaver entsorgt sein könnte, da das Fahrwasser des Kanals durch den Schiffsverkehr in beide Richtungen bewegt wird.
Nun hofft die Polizei auf Hinweise von Zeugen, um den Fall aufzuklären – sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0 50 66 / 98 50 mit der Polizei in Sarstedt in Verbindung zu setzen.
Falls es sich um eine Tötung des Tieres gehandelt hat, sieht das Tierschutzgesetz eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vor. Außerdem wird ein generelles Halteverbot von Tieren verhängt. Aber auch das Entsorgen des Tieres auf diese Art ist eine Straftat, die geahndet wird.
