Diekholzen - Der sehnlichste Wunsch der unheilbar kranken Lina Busse aus Diekholzen hat sich erfüllt: Sie verbringt die Herbstferien gerade mit ihrer Familie im Disneyland Paris und schickt von dort Grüße an die zahlreichen Menschen, die dafür gespendet haben, diesen Traum zu verwirklichen. Mehr als 600 Spenden sind nach einem Aufruf der Sportvereine Hildesia Diekholzen und SC Barienrode sowie der AWO bis heute eingegangen. Und am Ende kam nicht nur die erhoffte Summe von etwa 4000 Euro zusammen, sondern mehr als das Zehnfache. Das Geld soll vor allem eingesetzt werden, um Linas Alltag auch außerhalb des Urlaubs zu erleichtern und erträglicher zu machen.
Bestrahlung zeigt Wirkung: Tumor ist nicht gewachsen
Aktuell gibt es zumindest eine gute Nachricht: Linas Hirntumor ist durch eine intensive Bestrahlung, die sie über den Sommer in der Göttinger Uniklinik erhielt, nicht weiter gewachsen. Er schränkt sie aber schon erheblich ein. Oft ist das Mädchen auf einen Rollstuhl angewiesen, besonders bei längeren Wegstrecken, so auch jetzt im Disneyland.
Lina war gerade acht Jahre alt, als die Diagnose die ganze Familie Anfang Mai dieses Jahres geradezu umhaute: Das Mädchen leidet an einem sogenannten Diffusen Intrinsischen Ponsgliom (DIPG), einem äußerst seltenen, bösartigen Tumor am Hirnstamm. Er kann nicht operiert werden – und andere Heilungschancen gibt es für Lina auch nicht.
Sie weiß, wie es um sie steht. Und sie verriet ihren Eltern ihren größten Wunsch: einmal das Disneyland besuchen. Reise, Übernachtung, Eintritt, Essen und Trinken – da kommt einiges an Kosten zusammen, und die hätten das Budget der Familie zurzeit gesprengt.
So sprangen die Vereine mit der Spendenaktion in die Bresche. Linas Vater Jörg Busse ist begeisterter Fußballer – und das Schicksal seiner Tochter löste bei seinen Mitspielern Mitgefühl und Hilfsbereitschaft aus. Die Vereinsvorsitzenden Friedrich Münzberger (SV Hildesia Diekholzen) und Bernhard Kruppki (SC Barienrode) starteten mit Bürgermeister Matthias Bludau und Sören Hoffmann von der AWO den Spendenaufruf. Die Resonanz übertraf dann alle Erwartungen.
Nun ist die ganze Familie in Paris, genießt gemeinsame Erlebnisse und tankt Kraft für den weiteren Weg, der für Lina und die Familie nicht einfach werden dürfte. Angesichts der Spendenbereitschaft fehlen Jörg Busse immer noch die Worte. So lässt die Familie Bilder sprechen: „Mit den Familienfotos direkt aus Paris wollen wir uns noch mal ganz herzlich bei allen bedanken.“


