Hildesheim - Zwei Autos sind am Freitagvormittag gegen 10.30 Uhr mitten auf der Kreuzung am Hindenburgplatz in Hildesheim kollidiert. Dabei wurden drei Menschen leicht verletzt, wie Polizeisprecher Jan Makowski berichtet. Sie mussten zur weiteren Untersuchung mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.
Nach bisherigen Erkenntnissen ist ein Taxifahrer in einem VW Touran von der Goslarschen Straße in Richtung Innenstadt unterwegs gewesen. Der 53-jährige Fahrer hatte zwei Fahrgäste dabei – eine 85-jährige Frau und einen 86-jährigen Mann. Zunächst hatte der Taxifahrer vor, an der Kreuzung nach rechts Richtung Zingel abzubiegen. Noch während er an der roten Ampel wartete, entschloss er sich um und wollte nun nach links in die Wollenweber Straße fahren.
Zusammenstoß auf der Kreuzung
Als es grün wurde, ließ ihn daher ein ebenfalls wartendes Auto auf der Mittelspur vor. Der Taxifahrer fuhr dann auf die Kreuzung, dabei missachtete er offensichtlich die Vorfahrt des Gegenverkehrs aus der Schuhstraße. Von dort kam in diesem Moment eine 68-jährige Hildesheimerin mit ihrem Dacia. „Mitten auf der Kreuzung kam es dann zum Zusammenstoß“, sagt Polizeisprecher Jan Makowski. Der Dacia traf das Taxi an der Beifahrerseite. Der Taxifahrer selbst blieb unverletzt. „Zu einer Sichteinschränkung für beide Unfallbeteiligte könnte unter Umständen ein Lastwagen auf der Kreuzung gewesen sein, der von der Schuhstraße kommend in Richtung Zingel abbiegen wollte“, erläutert der Sprecher.
Die Feuerwehr ist mit insgesamt vier Einsatzwagen zum Hindenburgplatz gefahren. Außerdem waren zwei Rettungswagen und ein Notarzt ausgerückt. Hintergrund ist, dass das E-Call-System (emergency call) eines Autos einen automatischen Notruf abgesetzt hat. „Wenn niemand antwortet, weil man vielleicht aufgeregt ist und sofort das Auto verlässt, dann haben wir keinen Sprechkontakt, und dann nehmen wir an, dass die Person bewusstlos ist“, erklärt Tim Ehmann, Einsatzleiter der Feuerwehr. Deshalb seien die Kameraden gleich mit zwölf Einsatzkräften zur Unfallstelle gefahren. Aber: „Es war niemand eingeklemmt.“
Verkehr fließt wieder
Der Verkehr war wegen des Unfalls eine Stunde lang teilweise eingeschränkt. Autos, die von der Goslarschen Straße auf den Zingel abbiegen wollten, hatten freie Fahrt. Von der Schuhstraße war zeitweise aber nur das Rechtsabbiegen in die Wollenweberstraße möglich.
Um 11.15 Uhr waren drei von vier Feuerwehrfahrzeugen schon wieder eingerückt. „Wir haben ein Fahrzeug noch dagelassen, um der Polizei zu helfen, die Fahrzeuge von der Kreuzung zu schieben“, berichtet Ehmann. Der Dacia ist nach Auskunft der Polizei nicht mehr fahrbereit gewesen und musste abgeschleppt werden. „Die Höhe des Sachschadens steht derzeit noch nicht fest“, antwortet Polizeisprecher Makowski auf Nachfrage.
Zweiter E-Call-Einsatz für die Feuerwehr
Und noch ein E-Call-Notruf hat die Polizei am Freitagmorgen beschäftigt: Gegenüber der Hildesheimer Polizeidienststelle auf der Schützenwiese kollidierten gegen 8.50 Uhr zwei Fahrzeuge. Verletzt wurde niemand. Eines der beteiligten Autos löste allerdings einen E-Call aus. Dadurch wurden sofort mehrere Fahrzeuge des Rettungsdienstes und der Feuerwehr alarmiert, die zum Unfallort ausrückten.
Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr eine 35-Jährige aus Hildesheim die Schützenwiese mit einem VW Touareg in Richtung Alfelder Straße und beabsichtigte, in Höhe des Polizeigebäudes nach links in die Dinklarstraße abzubiegen. Ein auf dem Geradeausfahrstreifen der Schützenwiese in Richtung Bundesstraße 1 fahrender Lastwagenfahrer ließ sie aufgrund stockenden Verkehrs auf seiner Fahrspur passieren. Zur selben Zeit befuhr aber ein 41-jähriger Mann aus Hildesheim mit einem VW Passat den Rechtsabbiegerstreifen der Schützenwiese in Richtung B 1. Hierbei kam es zu einem Zusammenstoß der beiden Pkw.
Beide Autos waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die genaue Höhe des entstandenen Schadens kann momentan nicht beziffert werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme war der rechte Fahrstreifen in Richtung Bundesstraße 1 gesperrt.
