Hildesheim - Sie können im Moment mitunter nur von Woche zu Woche zu planen – doch jetzt steht fest: Mehrere Betreiber kleinerer Geschäfte, die als Untermieter im inzwischen geschlossenen Real-Markt am Hildesheimer Cheruskerring angesiedelt sind, werden auch am Montag, 1. August, und in den Tagen danach weiter öffnen.
Real hatte seinen Markt in Hildesheim am 25. Juni dieses Jahres geschlossen, nachdem Verhandlungen mit Immobilien-Eigentümer Edeka über eine Verlängerung des Mietvertrages gescheitert waren. Zunächst hieß es, alle Untermieter müssten dann auch schließen, später korrigierte Real diese Aussage: Die sogenannten Konzessionäre könnten bis Ende Juni bleiben. Einige zogen allerdings kurzfristig um, kamen teilweise beim Real-Konkurrenten Kaufland auf der anderen Straßenseite unter.
Konfusion bei Real
Einige aber blieben. Sie bestehen auf ihren Mietverträgen und darauf, dass in den Kündigungsschreiben von Real mehrere Fristen für das Ende ihres Betriebs genannt waren. Teilweise bekamen sie auch gar keine Kündigung. Seit Wochen laufen Gespräche zwischen Real und den verbliebenen Untermietern, zum Teil auch über Anwälte. Doch die Kommunikation wird als schwierig beschrieben – bei Real haben im Zuge der Aufgabe vieler Märkte Zuständigkeiten gewechselt, verantwortliche Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen. Nicht immer ist klar, welcher Ansprechpartner nun eigentlich zuständig ist.
So hat Real auch sein zwischenzeitlich formuliertes neues Ziel, zumindest bis Ende Juli alle Untermieter-Verträge aufzulösen, nicht erreicht. Die Folge: Am Montag, dem ersten Tag des August, öffnen das chinesische Restaurant „Dynastie“, das Reisebüro Rt-Touristik, die Änderungsschneiderei und Apollo-Optik wieder ihre Tore – und dabei soll es zunächst auch bleiben.
Doch Lösung mit Edeka
Dabei haben einige der Untermieter die Hoffnung auf eine langfristige Lösung am Standort durch eine wie auch immer geartete Einigung zwischen Edeka und Real nicht aufgegeben. Vor allem das chinesische Restaurant nicht, dessen Betreiber am Cheruskerring vor einigen Jahren massiv investiert hat. Edeka hat auf entsprechende Anfragen der HAZ allerdings bislang äußerst distanziert reagiert und darauf verwiesen, wegen der komplexen Eigentumsverhältnisse sei nur eine Nutzung durch Real möglich. Auch Schadensersatz-Forderungen bisheriger Untermieter gegen Real stehen unterdessen weiter im Raum.
