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Vor 111 Jahren: Als Hildesheim und Deutschland am schönsten waren

Hildesheim - Rückblickend bezeichnen Chronisten 1913 gern als „das Jahr, in dem Deutschland am schönsten war“. Eine unscheinbare Sammlung von 95 Aufnahmen, die heute in der Sammlung Doht verwahrt werden, zeigt Einblicke aus dem Jahr in Hildesheim. Und 1913 hatte es auch an der Innerste in sich! Die Bilder.

Hildesheim - Rückblickend bezeichnen Chronisten 1913 gern als „das Jahr, in dem Deutschland am schönsten war“. Eine unscheinbare Sammlung von 95 Aufnahmen, die heute in der Sammlung Doht verwahrt werden, zeigt Einblicke aus dem Jahr in Hildesheim. Und 1913 hatte es auch an der Innerste in sich! Die Bilder.


Perfekte Bildinszenierung: Aufgereiht wie die Orgelpfeifen präsentieren sich hier die fünf Kinder des Fotografen im Sonntagsstaat für das Familienalbum. Alle Fotos: Sammlung Doht, entstanden im Frühjahr und Sommer 1913


Modisch ganz up to date flanieren diese drei Damen vor dem Knochenhauer-Amtshaus. (Bild anklicken, damit sich die vollständige Ansicht öffnet)


Der Blick vom Berghölzchen auf die Türme der Stadt ist noch heute ein beliebtes Motiv von Fotografen.


Da ist er dem Blickfeld der Zuschauer schon fast entschwunden, der frisch getaufte Freiballon „Hildesheim“. Am 6. Juli 1913 verfolgte fast die ganze Stadt das große Ereignis. (Bild anklicken, damit sich die vollständige Ansicht öffnet)


Schneller als erwartet hatte sich die Hülle mit Gas gefüllt, nur mit Mühe konnte die Menge auf Abstand gehalten werden. (Bild anklicken, damit sich die vollständige Ansicht öffnet)


Der 6. Juli 1913 war ein Sonntag, entsprechend festlich gekleidet erschien das Publikum zur Ballon-Premiere auf der Steingrube.


Offensichtlich waren auch andere Fotografen vor Ort zugegegen.


Im Epochenjahr 1913 mit Fürstenhochzeit und Thronjubiläum wurde auch in Hildesheim kräftig gefeiert, hier spielt die Regimentskapelle der 79er auf dem Marktplatz.


Beim Blick durch die Rathausarkaden wird die Größe der versammelten Menschenmenge deutlich.


Die vertraute Ansicht von Marktbrunnen und Rathaus, damals noch mit Fachwerk-Erker und Glockenturm.


Paraden und Aufzüge waren fast täglich zu erleben, so wie hier auf der Kaiserstraße.


Die Familie des Fotografen scheint in der Nähe gelebt zu haben, zumindest deutet die Häufigkeit der Motive darauf hin. Hier die Kreuzung zur Almsstraße, die Fassade der Commerzbank im Hintergrund hat sich bis heute erhalten.


Die Geschwister posieren an der Einmündung der Bernwardstraße, an der Mauer das Werbeschild der Kanzlei Berg. 25 Jahre später musste Dr. Eduard Berg vor den Nazis in die Niederlande fliehen, gemeinsam mit seiner Frau überlebte er die Terrorherrschaft in einem Versteck in Amsterdam.


Die Modernisierung Hildesheims schritt bis zum Ersten Weltkrieg rasant voran, 1911 hatte die Flussbadeanstalt an der Drei-Bogen-Brücke ihre Pforten geöffnet, das Freibad Johanniswiese existiert erst seit 1922.


Gruppenbild des männlichen Hildesheimer Schwimmer-Nachwuchses.


Vom Langelinienwall aus sind noch heute reizvolle Ausblicke auf den Domhügel möglich.


Das östliche Ende der Braunschweiger Straße bis zur Einmündung der Sedanallee.


Hätte die Lambertikirche nicht einen anderen Turmhelm, könnte diese Aufnahme der Knollenstraße auch heute noch so entstehen.


Der Lappenberg mit Kehrwiederturm und Synagoge, die 1938 von den Nazis zerstört wurde.


Die idyllische Judenstraße mit ihren Fachwerkhäusern und kleinen Geschäften.


Die Figurengruppe des „Getreuen Eckart“ im Liebesgrund wurde 1943 eingeschmolzen, der Sockel dient heute als Rückenteil einer Ruhebank.


In der Osterstraße gab es neben vielen Geschäften auch etliche Ausspannwirtschaften für die Markthändler aus der Umgebung, bis vor einigen Jahren erinnerte noch der Elberfelder Hof an diese Tradition.


Der Katzenbrunnen auf dem Neustädter Markt wurde 1913 eingeweiht und sofort zum Lieblingstreffpunkt der Jugend. (Bild anklicken, damit sich die vollständige Ansicht öffnet)


Das prächtige Rolandhospital an der Eckemekerstraße war zwar eine bedeutende Sehenswürdigkeit, für den stetig zunehmenden Verkehr ob der Enge des Durchlasses aber auch ein ziemliches Hindernis. (Bild anklicken, damit sich die vollständige Ansicht öffnet)


Auch in der Goschenstraße war im Frühjahr 1913 viel passiert, die frisch verlegten Gleise der Straßenbahn zeigen an, dass in dem Abschnitt nach der Lambertikirche die neue Linie 3 ihren Dienst aufgenommen hat.

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