Hildesheim - Die große Überraschung ist ausgeblieben, Ingo Meyer hat die OB-Wahl im ersten Wahlgang grandios gewonnen – das war angesichts der Konkurrenz auch zu erwarten. Dass der Linke Jan Thul und der parteilose Orhan Kara unter ferner liefen landen würden, dürften nicht einmal die beiden selbst wundern.
PARTEI-Bewerber Hamun Hirbod blieb deutlich hinter den Erwartungen all jener zurück, die dachten, hinter ihm würden sich zumindest, mangels Alternative, die Grünen-Anhänger versammeln.
CDU-Klatsche mit Ansage
Für die CDU ist das Ergebnis eine Klatsche mit Ansage. Das liegt allerdings nicht am Kandidaten; Dennis Münter hat sich im Wahlkampf mächtig ins Zeug gelegt, er war fleißig. Doch wie sollte ein CDU-Bewerber auch ernsthaft den amtierenden Oberbürgermeister gefährden, wenn er nicht einmal die eigene Partei hinter sich weiß, sondern die in zwei Lager gespalten ist?
Münter hat aus dem Himmelfahrtskommando das Beste herausgeholt; immerhin ist ihm die Schmach erspart geblieben, hinter dem Außenseiter Hirbod zu landen. Der Oberbürgermeister geht gestärkt aus dieser Wahl hervor: Diesmal hat Meyer es ohne drei Parteien im Hintergrund geschafft, entsprechend selbstbewusst kann er in Zukunft auftreten. Wie weit er damit kommt, hängt allerdings davon ab, ob er den Rat hinter sich bringt.

