Polizei bittet um Mithilfe

Wanderin entdeckt Auto von vermisster Frau aus Holle

Holle/Stolberg - Eine Wanderin hat das Auto der vermissten Frau aus Holle gefunden. Die 58-Jährige wird seit elf Tagen vermisst. Der Fundort gibt der Polizei Rätsel auf.

Die Vermisste aus Holle war mit diesem roten Alfa Romeo Mito unterwegs. Eine Wanderin fand das verlassene Fahrzeug nun auf einem Parkplatz nahe des Josephskreuzes im südlichen Harz. Foto: Matthias Bein/dpa/Polizei

Holle/Stolberg - Eine Wanderin hat das Auto der Vermissten aus Holle gefunden. Die 58-Jährige wird seit elf Tagen vermisst. Der Fundort gibt der Polizei Rätsel auf.

Am Donnerstag gegen 17.15 Uhr entdeckte die Touristin den roten Alfa Romeo Mito mit Hildesheimer Kennzeichen auf dem Parkplatz am Josephskreuz nahe der Ortschaft Stolberg im Südharz. „Die Frau stammt selbst aus Niedersachsen und wusste deshalb, dass die Frau vermisst und ihr Fahrzeug gesucht wird“, erklärt Ulrike Diener von der Polizei Halle/Saale. Der Parkplatz, der an einer Landesstraße liegt, sei ein beliebtes Ausflugsziel. „Nach ersten Einschätzungen der Ermittler vor Ort, stand das Auto schon etwas längere Zeit dort.“

Polizei sucht Umgebung ab

Der Ehemann der Vermissten ist froh, dass das Auto und damit ein neuer Ansatzpunkt für die Suche nach seiner Frau gefunden ist. „Es war ganz wichtig, dass viele Menschen auf das Auto achteten“, sagt er. Seine Hoffnung ist nun, dass seine Frau sich im näheren Umfeld des Parkplatzes aufhält, dass sie gefunden wird und nach Hause zurückkehren kann.

Die Ermittler stellten das Fahrzeug sicher und begannen unmittelbar nach dem Fund die Umgebung samt angrenzender Waldwege abzusuchen. Bis in den Abend kamen dabei auch Spürhunde sowie ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Von der Hollerin fehlt allerdings weiter jede Spur. „Wenn das Auto dort bereits länger steht, ist es für die Spürhunde schwierig, eine Fährte aufzunehmen“, sagt Polizeisprecherin Diener. Auch eine erneute Suche am Freitag verlief erfolglos.

Auto war abgeschlossen

Laut Hildesheims Polizeisprecher Jan Makowski hat die Hollerin keine derzeit bekannten Beziehungen zu dem Parkplatz nahe Stolberg und sie hatte so keinen offensichtlichen Grund, diesen anzusteuern. „Es ist derzeit aber davon auszugehen, dass sie zu diesem Parkplatz gefahren ist und das Auto selbstständig verlassen hat.“ Deshalb konzentrieren sich die Maßnahmen Makowski zufolge nun auch auf das Gebiet im Südharz.

Die Familie von der Hollerin erfuhr von der Polizei, dass das Auto abgeschlossen war, als es gefunden wurde. Der Ehemann vermutet, dass seine Frau sich auf dem Weg nach Braunschweig verfahren und dann die Orientierung verloren hat. Da seine Frau gesundheitlich beeinträchtigt ist, geht er zudem davon aus, dass sie sehr erschöpft gewesen sein muss, als sie ihren Wagen auf dem dem Parkplatz abstellte.

Polizei bittet weiter um Hinweise

Die Polizei Bad Salzdetfurth, bei der die Hollerin als vermisst gemeldet wurde und die weiterhin formal zuständig ist, sei im engen Austausch mit dem Revier Mansfeld-Südharz, in deren Gebiet der Parkplatz nahe Stolberg liegt. In Bad Salzdetfurth waren zuletzt trotz eines weiteren Appells der Ermittler und der Familie der Vermissten keine weiteren Hinweise zu dem Fall mehr eingegangen.

Ursprünglich war die Hollerin mit einer Freundin verabredet. Sie wollten sich am Montag, 18. Oktober, um 13.15 Uhr an der Autobahnabfahrt Braunschweig/Rüningen an der A39 treffen. Dort ist sie jedoch nie angekommen.



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