Meinung

Andrea Hempen
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Wie können die Betreiber des Seniorendomizils den Senioren nur solche Angst machen?

Hoheneggelsen - Der Betreiber gibt das Seniorendomizil in Hoheneggelsen auf, gleich im Anschluss soll ein neuer Betreiber übernehmen. Diese Information enthielt der aktuelle Betreiber den Senioren vor. Das ist moralisch verwerflich, meint Andrea Hempen.

35 Menschen leben noch in dem Haus an der B1 in Hoheneggelsen. Foto: Clemens Heidrich (Archiv)

Hoheneggelsen - Der Streit zwischen dem Betreiber und dem Vermieter der Seniorenresidenz kocht schon seit Jahren. Doch nun erreichte der Disput seinen unrühmlichen Höhepunkt.

Dass Mieter und Vermieter aneinander geraten und der Streit vor Gericht endet, ist nichts Neues. Die Gerichte haben ständig damit zu tun. In diesem Fall aber sind nicht nur zwei Parteien betroffen. Und das ist besonders bitter.

Es geht um Menschen

Denn es geht in erster Linie um alte Menschen, die sich entschlossen haben, ihren Lebensabend in diesem Heim zu verbringen, weil sie nicht mehr allein zuhause zurechtkamen. Und es geht um die Mitarbeiter, die ihre Arbeitsstelle im Seniorendomizil haben und deren Aufgabe es ist, die Bewohner bestmöglich zu versorgen. Und auch um die Angehörigen, die glaubten, dass ihre Verwandten dort gut aufgehoben sind. Das Wohl dieser Menschen schert die aktuellen Betreiber scheinbar wenig.

Angst und Sorge

Wie sonst könnten sie – offenbar wahrheitswidrig – behaupten, dass sich die alten Menschen innerhalb von nur zwei Monaten eine neue Bleibe suchen müssen, weil es ihre alte dann nicht mehr geben wird? Die Senioren mussten Angst und Sorge haben, so schnell keinen neuen Platz in der Gemeinde, in der Nähe ihrer Familien, zu finden. Auch wenn das Verhaltender Betreiber rechtlich nicht belangt werden kann – moralisch ist es verwerflich.

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