Hildesheim - Einrichtungen aus den Bereichen außerschulische Bildung und Soziales, die Geld für den Ausbau ihrer Infrastruktur oder Ausstattungsgegenstände benötigen, könnten bei der Stadt an der richtigen Adresse sein: Die Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und der PARTEI macht sich jetzt dafür stark, dass die Verwaltung gezielt Anbieter aus den beiden Bereichen über die Möglichkeit informiert, Zuschüsse im Rathaus zu beantragen.
Konkret geht es um rund 31000 Euro aus einem entsprechenden Investitionsfonds der Stadt. Der enthält ingesamt 80 000 Euro, von denen 49000 Euro bereits verplant sind. Zwar gibt es auch für das restliche Geld Bewerber. Doch die Verwaltung stuft die jeweiligen Anträge als nicht förderfähig ein – sie hat dem Rat deshalb vorgeschlagen, mit den verbliebenen 31000 Euro den städtischen Fonds für Investitionen im Sport aufzustocken. Eine gute Idee, findet CDU-Fraktionschef Dennis Münter, der Geschäftsführer des Kreissportbundes ist.
Ist der Sozialfonds vielleicht nicht bekannt genug?
Die Mehrheitsgruppe sieht das anders: SPD-Fraktionschef Stephan Lenz hatte bereits jüngst im Sozialausschuss dafür geworben, das Geld im Sozialen zu lassen und bei Einrichtungen aus dem Bereich noch einmal ausdrücklich auf den Fonds hinzuweisen. Vielleicht sei dieser nicht bekannt genug.
Die Annahme habe sich jetzt nach Rücksprache mit Einrichtungen als richtig herausgestellt, berichtet die Mehrheitsgruppe. Sie will deshalb in der Ratssitzung am nächsten Montag durchsetzen, dass die Stadt eine zweite Bewerbungsrunde ausruft, die am 31. Juli endet. Die Verwaltung soll zudem Institutionen und Anbieter auf die Zuschussmöglichkeit hinweisen – und erst dann, wenn auch nach der zweiten Runde noch Geld übrig ist, dieses dem Sportfonds zugutekommen lassen.
Im Verwaltungsausschuss haben SPD, Grüne und PARTEI diesen Kurs bereits durchgesetzt. Damit dürfte auch im Rat am Montag eine Mehrheit für den Antrag sicher sein.
