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Christian Wolters
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Zweite Hildesheimer Zahlenpanne: Ein Fehler im System

Hildesheim - Zum zweiten Mal binnen einer Woche gab es Kuddelmuddel um den Hildesheimer Inzidenzwert. Die Statistik-Probleme lassen tief blicken, meint Christian Wolters.

Geschäfte auf, Geschäfte zu – das hängt vom Inzidenzwert ab. Vorausgesetzt, es gibt einen. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - Fehler können passieren, erst recht, wenn man täglich mit endlosen Zahlen-Kolonnen hantieren muss. Aber wie der Landkreis und das Land bei der zweiten Daten-Panne um den Hildesheimer Inzidenzwert binnen einer Woche herumstokeln, das ist extrem ärgerlich. Da wird erst munter ein Inzidenzwert von 57 gemeldet, den jeder sofort als unsinnig erkennen kann. Dann wird der Fehler eingestanden, aber nicht korrigiert. Und schließlich gibt es die richtigen Daten vom Kreis – aber keine Korrektur vom Land. Das alles passiert in einer Situation, in der sich Bürger nach dem Inzidenzwert richten sollen, in dem Öffnungen und Schließungen von der 100-er-Grenze abhängen. Damit wir uns nicht missverstehen: Es geht nicht um höhere Mathematik, sondern um drei Rechenschritte. Und da kann man nicht zum Telefon greifen, einen Wert übermitteln und den Fehler korrigieren? So bestätigt sich wieder mal der Eindruck, dass in Corona-Deutschland viel zu oft Probleme nicht gelöst, sondern bürokratisch verwaltet werden. Und das kommt dann dabei heraus: Kuddelmuddel.

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