Hildesheim - Ein künstlicher Vulkan, eine Brille mit Ultraschallsensoren und drei Pflanzen, die mit Musik beschallt wurden: In der Halle 39 wuseln am Mittwochmorgen dutzende Kinder und Erwachsene durcheinander und schauen sich an, was es auf den zahlreichen Forschungsständen zu sehen gibt. Es ist wieder Jugend Forscht – und wie schon im vergangenen Jahr teilen sich die Jungforscherinnen und -forscher erneut die Halle mit den noch jüngeren Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kindersparte Schüler experimentieren. Über 80 Schülerinnen und Schüler aus Hildesheim und der umliegenden Region haben sich in 41 Forschungsprojekten den Kopf zerbrochen – ihre Ergebnisse präsentieren sie am Mittwoch der Jury, die von Stand zu Stand zieht und die einzelnen Projekte kritisch begutachtet.
Der Landkreis Hildesheim ist dabei zahlenmäßig wieder stark vertreten, von den 41 Projekten kommen 15 hier aus der Region. Mit dabei sind Schülerinnen und Schüler der Molitoris-Schule in Harsum, des Gymnasiums Alfeld sowie sechs Schulen aus Hildesheim: Andreanum, Goethegymnasium, Scharnhorstgymasium, Renataschule, Robert-Bosch-Gesamtschule und Gymasium Himmelsthür.
Klebemasse, Wasserschnecken und die Unendlichkeit
Mathematische Fragen zur Unendlichkeit oder das Wachstum von Tomatenpflanzen – in der Wahl ihrer Forschungsthemen konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der vergangenen Monate ordentlich austoben und ausprobieren. Wieder mit dabei ist Charlotte Buchhester vom Andreanum, die im vergangenen Jahr mit ihren Holzwürmern Preise auf Landesebene abräumte. Nun wollte sie klären, ob sich selbsterstellte Glyzerinfolie als umweltfreundliche Klebemasse für Fensterscheiben eignet – zum Beispiel, um dort Herzen hinzukleben.
Lesen Sie auch: Diese Kinder und Jugendlichen aus dem Kreis Hildesheim haben geforscht – und ihre Ergebnisse in der Halle 39 präsentiert
Tom Pieper, Hannes Fuchs und Nick Theurer vom Gymnasium Himmelsthür konfrontierten Wasserschnecken in einem Aquarium mit Plastikmüll – als „Miniatur der Meere“, wie Fuchs erklärt. Dabei kam heraus: Die Schnecken wachsen mit Plastik deutlich langsamer als in reinem Wasser. Und Sarah Plitzko, Phil Schrader und Edward Schreiber vom Scharnhorstgymnasium wollten prüfen, ob es mit einem sogenannten Gegenstromwärmetauscher nicht eine bessere Methode gibt, um Klassenräume zu lüften – als immer nur das Fenster aufzureißen.
Die Jury fällt nun in den kommenden Tagen ihr Urteil. Am Freitag ist die Preisverleihung, erneut in der Halle 39. Die Siegerinnen und Sieger dürfen ihre Projekte dann auf Landesebene vorstellen.
