Kreis Peine/Region Hannover - Im Landkreis Peine und damit auch in der Gemeinde Hohenhameln gilt von Samstag an wieder eine nächtliche Ausgangssperre. Zudem wechseln fast alle Schuljahrgänge komplett in das sogenannte Distanzlernen. Lediglich die Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen sowie die vierten Klassen der Grundschulen bleiben im Wechselmodell mit Präsenzunterricht in geteilten Lerngruppen.
Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde Hohenhameln, die Schulen im Landkreis Hildesheim besuchen, sind von diesen Regeln allerdings ausgenommen – denn im Kreis Hildesheim gilt in allen Jahrgängen das Wechselmodell.
Der Landkreis Peine reagiert mit seinen erneuten scharfen Maßnahmen auf die Einführung der bundesweiten Corona-Notbremse. Die sieht eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr vor, wenn eine Inzidenz über 100 vorliegt. Einzelne Spaziergänger und Jogger dürfen bis Mitternacht unterwegs sein.
Ausgangssperre auch in der Region Hannover
Und auch in der Region Hannover gilt bereits ab diesem Sonnabend die nächtliche Ausgangssperre. Das hat Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) am Freitagnachmittag in einer kurzen Videobotschaft angekündigt. Die Ausgangssperre sei durch das Bundesinfektionsschutzgesetz begründet. Das Land werde heute voraussichtlich noch eine entsprechende Verordnung veröffentlichen. Bürger dürfen dann auch in der Region Hannover nur noch mit triftigem Grund zwischen 22 und 5 Uhr das Haus verlassen. Dazu zählen zum Beispiel Wege von der und zur Arbeit oder der Weg zu einer medizinischen Behandlung.
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Zoo und Wisentgehege dürfen ab Sonnabend außerdem nur noch mit einem aktuellen Negativtest, der nicht älter als 24 Stunden ist, besucht werden. Das gilt für jeden Besucher und jede Besucherin, Kinder unter sechs Jahren sind von der Pflicht jedoch ausgenommen. Alle anderen Hygieneregeln gelten weiterhin.
Ursprünglich sollte die Ausgangsbeschränkung in der Region Hannover erst am Montagabend in Kraft treten. Dort liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert seit Monaten über dem Grenzwert von 100.
„Reale Inzidenz höher“
Für die Schulen sieht die Bundes-Notbremse reines Homeschooling ab einer Inzidenz von 165 vor. Niedersachsen hält allerdings für weiterführende Schulen am Grenzwert 100 fest. Der Landkreis Peine schickt nun auch die ersten bis dritten Klassen ins Distanzlernen. Zwar liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert-Koch-Institut derzeit bei 159,5 und damit unter der kritischen Marke. Doch der Landkreis selbst verweist auf Übermittlungsfehler bei den Daten, tatsächlich liege die Inzidenz über 190 – „und wir wollen die Bevölkerung schützen“, sagte ein Sprecher. Bei den Kitas bleibe indes alles wie gehabt.
