Kreis Hildesheim - Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Hildesheim ist nach wie vor überschaubar, der Inzidenzwert sank zuletzt sogar wieder. Doch gleichzeitig müssen von Tag zu Tag deutlich mehr Einwohnerinnen und Einwohner in Quarantäne, weil sie Kontakt zu Infizierten hatten.
In Zahlen: Von Freitag vergangener Woche bis zum Donnerstag dieser Woche stieg die Zahl der akut infektiösen Bürgerinnen und Bürger von 28 auf 38. Im gleichen Zeitraum hat sich aber die Zahl derer, die als Kontaktpersonen Infizierter vom Gesundheitsamt in die häusliche Isolation geschickt wurden, von 86 auf 247 fast verdreifacht.
Geimpfte von Quarantäne befreit
Dahinter steckt laut Landkreis aber nicht, dass es in einem oder mehreren Fällen außergewöhnlich viele Kontaktpersonen gab. Eine Infektion in einer Schule trug 13 Quarantäne-Anordnungen nach sich, doch das erkläre den anstieg nicht. Vielmehr sei die Zunahme bei der Quarantäne auf den Trend zurückzuführen, dass sich inzwischen zunehmend jüngere Menschen mit dem Coronavirus anstecken, die wiederum ihrerseits vor allem zu anderen jungen Menschen Kontakt hätten. Viele Jüngere seien aber noch nicht oder zumindest noch nicht doppelt geimpft – folglich müssten sie in Quarantäne.
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Wer hingegen seit mindestens 14 Tagen doppelt geimpft ist – oder einmal mit dem Präparat von Johnson & Johnson – oder seit maximal sechs Monaten von einer Corona-Infektion genesen ist, der muss auch als Kontaktperson der ersten Kategorie nicht in die Isolation. Denn bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich doppelt Geimpfte selbst anstecken oder das Virus weitergeben, erheblich reduziert.
Im Kreis Hildesheim sind derzeit 27 von 38 Infizierten jünger als 30 Jahre, von diesen wiederum ist nur einer unter 15.
