Gesundheitsamt Hildesheim

Corona-Fälle an weiteren Schulen in Stadt und Landkreis bestätigt

Hildesheim - Mittlerweile haben sich an mehreren Schulen in Stadt und Kreis Hildesheim Schüler mit Corona infiziert. Die HAZ zeigt die Schulen in der Übersicht.

Gleich in mehreren Hildesheimer Schulen gibt es inzwischen infizierte Schüler. Das Gesundheitsamt hat sich auf die Suche nach direkten Kontaktpersonen begeben. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Das Hildesheimer Gesundheitsamt hat an einigen Schulen in Stadt und Kreis Schüler ermittelt, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Sie alle befinden sich jetzt in häuslicher Quarantäne, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Bereits am Donnerstag hatte der Landkreis Fälle an drei Schulen und in zwei Kindertagesstätten übermittelt.

Zudem hat das Gesundheitsamt damit begonnen, Kontaktpersonen der sogenannten Kategorie eins zu ermitteln. Das sind per Definition alle, die mit dem Infizierten mindestens 15 Minuten ungeschützt zusammen waren. „Face-to-face“, von Angesicht zu Angesicht, wird diese Situation auch genannt. Sie birgt für das Gegenüber ein erhöhtes Risiko, sich ebenfalls zu infizieren.

Abstrich soll Klarheit bringen

Teilweise sind diese Ermittlung schon abgeschlossen, zum Teil laufen sie auch noch, so der Landkreis in einer Erklärung vom Sonnabend Nachmittag. Alle recherchierten Kontaktpersonen der Kategorie eins müssen sich auf Anordnung des Gesundheitsamts ebenfalls in häusliche Quarantäne begeben; bei allen wird ein Abstrich genommen, um Gewissheit zu bekommen.



Betroffen sind Schüler folgender Schulen:

• Gymnasium Sarstedt: Hier hatte der Landkreis bereits am 29. Oktober einen positiv getesteten Schüler sowie die in häuslicher Quarantäne befindlichen Kontaktpersonen ermittelt. Nun wurde am Samstag in derselben Klasse ein weiterer Schüler positiv getestet. Am Sonntag kam noch ein Schüler dazu. Die Ermittlung der Kontaktpersonen ist noch nicht abgeschlossen, gegenwärtig wird aber von 40 Schülern und fünf Lehrkräften ausgegangen.

• Schiller-Oberschule in Sarstedt: Hier wurde ein Schüler positiv getestet. Neun weitere Schüler und zwei Lehrkräfte sind dort nun Kontaktpersonen der Kategorie eins.

• KGS-Gronau: Ein Schüler wurde positiv getestet. 47 Schüler sind Kontaktpersonen der Kategorie 1. Auch an dieser Schule gilt ab Montag Szenario B.

• Regenbogenschule in Sarstedt: Ein Kind wurde positiv getestet. Die Ermittlung der Kontaktpersonen der Kategorie eins ist noch nicht abgeschlossen. Somit ist unklar, ob sich weitere Personen infiziert haben

• Werner-von-Siemens-Schule in Hildesheim: Ein Schüler wurde positiv getestet. Ein Mitschüler gilt hier als Kontaktperson der Kategorie eins.

• Friedrich-List-Schule in Hildesheim: Ein Schüler wurde positiv getestet. Ein Mitschüler ist Kontaktperson der Kategorie eins.

• Marienschule in Hildesheim: Ein Schüler der Oberstufe hat der Schulleitung mitgeteilt, dass er positiv auf Corona getestet wurde. Das Gesundheitsamt hat die Schule noch nicht informiert. In einem Brief an die Schüler schreibt die Schulleitung, dass am Montag mit dem Gesundheitsamt geklärt werden muss, was dies für den Schulalltag bedeutet.

Am vergangenen Donnerstag hatte das Gesundheitsamt bereits mehrere andere Fälle bestätigt: Neben dem ersten Fall am Sarstedter Gymnasium gab es einen infizierten Schüler in der Grundschule Kastanienhof in Sarstedt und zwei in der Grundschule Giesen-Hasede. Dazu wurde im Kindergarten Harsum ein Erzieher positiv getestet, in der Kita in Nordstemmen stellte sich ein Besucher an Corona-positiv heraus.

Das Gesundheitsamt weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass alle, die nur einen kurzen Kontakt zu einem Infizierten hatten, nicht automatisch zu den Kontakten der Kategorie eins gehören, für die das Gesundheitsamt eine häusliche Quarantäne anordnet. Nur bei diesen Menschen meldet sich das Gesundheitsamt von sich aus.



Kontakt zum Hausarzt

Wer trotzdem sicher gehen will, kann zuhause bleiben und telefonisch Kontakt zu seinem Hausarzt aufnehmen. Gleiches gilt für Kontakte von Kontaktpersonen.

Noch ein dringender Appell des Landkreises: Rufen Sie nicht im Gesundheitsamt an, sondern nutzen Sie bei Fragen ausschließlich die Hotline unter der Rufnummer 0 51 21 / 309-7777.

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