Ausbreitung des Coronavirus

Corona-Inzidenz im Kreis Hildesheim geht erneut deutlich zurück

Kreis Hildesheim - Das Robert-Koch-Institut gibt den Wert am Freitag mit 41,3 an. Frühe Lockerungen im Einzelhandel rücken näher, Hannover erlebt hingegen einen Rückschlag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen liegt am Freitag im Kreis Hildesheim bei 41,3. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Freitag im Landkreis Hildesheim auf einen neuen Tiefstand in diesem Jahr gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Morgen einen Wert von 41,3, am Donnerstag hatte die Inzidenz mit 47,5 erstmals unter 50 gelegen. Die Entwicklung hatte sich angedeutet, als der Landkreis am Donnerstag nur acht Neuinfektionen meldete – für diesen Wochentag ungewöhnlich wenig. Das drückte den Inzidenzwert.

Damit steigen die Chancen des Landkreises auf erhebliche Lockerungen nach dem niedersächsischen Stufenplan vom 31. Mai an – dafür sind fünf Werktage am Schnitt unter 50 nötig. Zudem könnte es schon vorher zu einem markanten Öffnungsschritt im Einzelhandel kommen. Wie im Donnerstag bekannt wurde, will das Land speziell für den Einzelhandel schon heute eine neue Verordnung erlassen, die im Stufenplan vorgesehene Lockerungen vorzieht und sogar noch darüber hinausgehende in Aussicht stellt. Demnach könnte die Schnelltest-Pflicht in den Geschäften über 200 Quadratmetern schon am nächsten Freitag fallen, wenn die Inzidenz im Kreis Hildesheim unter 50 bleibt.

Hannover wieder über 50

Die Region Hannover erlebte in dieser Hinsicht hingegen am Freitag einen Rückschlag. War die Inzidenz dort am Donnerstag mit 49,2 ebenfalls erstmals unter 50 gefallen (49,2), nannte das RKI am Freitag einen Wert von 53,8. Damit muss die Zählung von Werktagen unterhalb einer Inzidenz von 50 in der Landeshauptstadt und ihrem Umland von vorn beginnen, wenn der Kennwert wieder unter die kritische Marke fällt.

Bundesweit setzte sich die positive Tendenz der vergangenen Tage fort, allerdings langsamer als zuletzt. Die durchschnittliche Inzidenz ging leicht von 68,0 auf 67,3 zurück. Der Mittelwert für Niedersachsen stieg sogar leicht von 46,6 auf 47,1. Dabei könnte auch eine Rolle spielen, dass der Himmelfahrtstag mit weniger neuen gemeldeten Fällen aus der Wertung fällt.

Keine Notbremse mehr in Peine

Im Landkreis Peine gilt von heute an die Bundes-Notbremse nicht mehr, die Außengastronomie darf öffnen, auch viele weitere Lockerungen greifen nun. Dass die Inzidenz erneut stieg, diesmal von 56,4 auf 62,3, ändert daran nichts. Im Kreis Wolfenbüttel fiel die Inzidenz erneut, diesmal von 60,2 auf 56,0.

In Salzgitter stieg der Kennwert von 62,3 auf 66,2. Mit Hameln-Pyrmont (weiter 45,8), Holzminden (weiter 28,4), Goslar (von 30,8 auf 25,7) sowie Northeim (von 59,0 auf 58,2) verzeichneten fast alle Nachbarlandkreise Hildesheims Rückgänge bei der Inzidenz. In Hameln-Pyrmont spricht damit alles dafür, dass das Rastiland in der nächsten Woche wie geplant öffnen kann. In Goslar könnte schon nächste Woche die Maskenpflicht im Einzelhandel fallen, was bei einer dauerhaften Inzidenz unter 35 geplant ist.

Sorgenkind Thüringen

Die bundesweit niedrigste Inzidenz weist weiter der Landkreis Schleswig-Flensburg mit 9,9 auf. In Niedersachsen stehen vor allem die Küstenregionen Cuxhaven (13,1) und Friesland (13,2) gut da. Die höchste Inzidenz in Deutschland hat nun der Landkreis Hildburghausen in Thüringen, dort stieg der Wert deutlich von 218,4 auf 246,8. Thüringen bleibt mit 106,4 als einziges Bundesland über einer Durchschnitts-Inzidenz von 100.

Lockerungen im Blick

Erreicht der Landkreis Hildesheim bis Ende Mai an fünf Werktagen hintereinander einen Inzidenzwert unter 50, könnten direkt die nächsten Öffnungsschritte nach dem Stufenplan des Landes in Kraft treten, der voraussichtlich ab 31. Mai als neue Verordnung rechtskräftig werden soll. Die Zählung kann jetzt schon beginnen. Bleibt der Landkreis an den restlichen Werktagen im Mai unter 50, gelten die Lockerungen für Schulen, Einzelhandel, Gastronomie, Freibäder und weitere Bereiche nach Angaben der Landesregierung direkt.

Notbremse endet in Peine

Der bundesweite Mittelwert ging am Donnerstag weiter zurück. Er sank von 72,8 auf 68,0. Der niedersächsische Durchschnittswert fiel von 49,9 auf 46,6.

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