Ausbreitung des Coronavirus

Corona-Inzidenz im Kreis Hildesheim zum dritten Mal über 100

Kreis Hildesheim - Mit 112,0 gibt es einen leichten Anstieg gegenüber dem Mittwoch. Durch die Bundes-Notbremse werden wohl einige Regeln milder, andere aber schärfer als im März.

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Hildesheim liegt am Donnerstag bei 112,0. Foto: Werner Kaiser

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Hildesheim ist erneut leicht gestiegen und liegt am Donnerstag zum dritten Mal in Folge über der kritischen 100er-Marke. Das Landesgesundheitsamt gab den Wert am Vormittag mit 112,0 an.

Am Mittwoch hatte die Inzidenz bei 110,2 gelegen, am Dienstag bei 101,5. Liegt die Inzidenz drei Tage in Folge über 100, kommt es im Landkreis zumindest nach Maßgabe der aktuell gültigen Landesverordnung wieder zu Einschränkungen bei Kitas, Schulen, Einzelhandel und privaten Kontakten wie bereits im März einige Zeit. Allerdings ist aufgrund der geplanten Corona-Notbremse unklar, wie es vor allem für Kitas und Einzelhandel sowie Baumärkte tatsächlich weitergeht. Das könnte sich im Lauf des Donnerstags entscheiden. Die früheren Regelungen sind jedenfalls kein Automatismus mehr, einiges dürfte liberaler ausfallen.



Sicher dürfte sein, dass es in der nächsten Woche erstmals zu nächtlichen Ausgangssperren im Kreis Hildesheim kommt – in der Zeit von 22 bis 5 Uhr. Einzelne Spaziergänger und Jogger dürfen dann noch bis Mitternacht unterwegs sein.

Hannover deutlich höher

Die Landesbehörde verzeichnete für den Landkreis Hildesheim am Donnerstag 59 Neuinfektionen. Das sind vier mehr als am Mittwoch und drei weniger als am Donnerstag vergangener Woche. Das sind doppelt so viele wie am Dienstag der vergangenen Woche. Die Inzidenz fällt oft etwas niedriger aus, als sie sich aus den bekanntgegebenen Neuinfektionen der jeweils vergangenen sieben Tage errechnen würde.


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Bezogen auf ganz Deutschland stieg die Inzidenz wieder leicht von 160,1 auf 161,1 , ebenso für Niedersachsen von 123,1, auf 125,5. Ein wesentlicher Grund: In der Region Hannover stieg die Inzidenz deutlich von 136,4 auf 157,8. Im Landkreis Peine beträgt sie 192,1 – am Mittwoch war die Inzidenz für Peine mit 155,0 angegeben wurden – ein krasser Absturz, nachdem kein einziger neuer Fall gemeldet wurde.

Anstieg in Salzgitter

Im Landkreis Wolfenbüttel, der seit Samstag offiziell Hochinzidenz-Kommune mit den entsprechenden Einschränkungen ist, ging die Inzidenz leicht zurück – von 123,7 auf 117,9. Im benachbarten Corona-Hotspot Salzgitter stieg die Inzidenz wieder leicht von 327,9 auf 342,3. Das ist weiterhin der höchste Wert in Niedersachsen.

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