Berufsschulen

Berufsschulleiter verlässt Hildesheim – mitten in der hitzigen Diskussion um den Standort

Hildesheim - Acht Jahre stand Tilman Diepholz-Seeger an der Spitze der Werner-von-Siemens-Schule. Jetzt wechselt er ins Kultusministerium. Das ist der Grund.

Tilman Diepholz-Seeger in einer Werkstatt in der Außenstelle der Werner-von-Siemens-Schule im Stadtfeld. Foto: Christian Harborth

Hildesheim - Mitten in der hitzigen Diskussion um die künftigen Standorte der Hildesheimer Berufsschulen verlässt einer der heftigsten Kritiker des momentanen Stillstands die Stadt: Tilman Diepholz-Seeger, seit acht Jahren Leiter der Werner-von-Siemens-Schule, wechselt zum ersten Juni ins Kultusministerium nach Hannover. Seine Stelle wird demnächst im Schulverwaltungsblatt ausgeschrieben. Bis eine neue Leiterin oder ein neuer Leiter gefunden ist, soll Andreas Barnet, Abteilungsleiter Metall- und Fahrzeugtechnik, die Schule kommissarisch leiten.

Diepholz-Seeger wird im Ministerium Referatsleiter für den Bereich Gewerblich-technische Berufsbildung und Integration durch berufliche Bildung. „Das ist noch mal eine ganz andere Aufgabe für mich“, sagt der 58-Jährige. An dieser Stelle stellt er im Prinzip die Weichen für alle Berufsschulen im Land.

Verhandlungen über die Berufsschulen sind festgefahren

Schon jetzt ist Diepholz-Seeger teilabgeordnet – er arbeitet bereits zum Teil im Ministerium. Trotzdem befasst er sich noch intensiv mit Fragen rund um die Werner-von-Siemens-Schule und bezogen auf die Standortfragen auch die der anderen Berufsschulen Hildesheims. „Nächste Woche werde ich in den Kreis-Schulausschuss gehen und einige Fragen stellen“, kündigt der Schuldirektor an.

Das Gremium tagt am Dienstag, 5. März, von 16 Uhr an im Kleinen Sitzungssaal des Kreishauses. Allerdings erwartet niemand den großen Durchbruch. Die Verhandlungen über dringend erforderliche Sanierungen, Zusammenlegung und weitere Standorte im Stadtgebiet sind weitestgehend festgefahren. Von den Entscheidungen sind neben der Werner-von-Siemens- die Herman-Nohl- und die Walter-Gropius-Schule betroffen.

Eines von sieben Roboter-Zentren Niedsersachsens

In der öffentlichen Wahrnehmung tauchte Diepholz-Seeger neben diesen Standortfragen vor allem immer wieder bei einem Thema auf: Er trieb die Roboter-Akademie an der Berufsschule voran. Dabei handelt es sich um eines von sieben Roboter-Zentren in Niedersachsen. Es befindet sich in der Außenstelle der Werner-von-Siemens-Schule im Stadtfeld und wird von Hildesheimer Berufsschülern, aber auch regelmäßig von Mädchen und Jungen allgemeinbildender Schulen angesteuert.

  • Hildesheim
  • Hildesheim
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.