Tante Enso

Eröffnungstermin für Mini-Supermarkt in Nettlingen steht fest

Nettlingen - Die Bauarbeiten für den neuen Tante Enso in Nettlingen laufen auf Hochtouren. Nun steht auch fest, ab wann die Kunden dort einkaufen können.

Friedrich Haußmann (links) und Thomas Hein im Rohbau des Tante Enso in Nettlingen. Foto: Andrea Hempen

Nettlingen - In der Nettlinger Kornstraße ist in den vergangenen Monaten viel passiert. Der ehemalige Elektronikmarkt der Familie Haußmann ist für den Mini-Supermarkt Tante Enso umgebaut worden. Am Donnerstag, 18. Januar, um 12 Uhr wird der Markt, in dem Kunden 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche einkaufen können, eröffnet.

Umbau weitestgehend abgeschlossen

„Das ist ganz hervorragend gelaufen“, sagt Friedrich Haußmann, als er die umgebauten Räume präsentiert. Der Eigentümer der Immobilie investierte für den Umbau einen niedrigen sechsstelligen Betrag, den er über eine Bank vorfinanzierte. Im Gegenzug erhält er künftig die Mieteinnahmen von der Firma myenso.

Nachdem in Nettlingen genug Anteile für den Tante Enso gezeichnet waren und der Ort den Zuschlag für den Nahversorger bekam, erhielt Haußmann im Juli die Baugenehmigung, im August begannen die Handwerker mit der Arbeit. Unter anderem sind etliche Wände entfernt worden. Im vorderen Bereich des Ladens etwa gab es drei Räume. Hinter dem Eingangsbereich gab es einen Raum für Fernsehgeräte, einen für Radios und einen für Weiße Waren – Waschmaschinen und Kühlschränke. Nun ist der Teil des Geschäfts zur Kornstraße ein großer Raum; wo einst die Wände standen, tragen jetzt Stahlträger die Last. Den Ausbau hat die Nettlinger Firma „Kreba-Bau“ übernommen. „Der Zeitplan war sehr ambitioniert“, räumt Haußmann ein. Hinzu kam, dass die Stahlbauer krankheitsbedingt eine Woche ausfielen. Doch alles sei wunderbar gelaufen, schwärmt Friedrich Haußmann. Um die Elektrik hat sich der gelernte Elektriker mit einem anderen Fachmann im Ruhestand gekümmert. Gut 150 Stunden investierten die Rentner. „Jetzt kann ich auch Netzwerktechnik anschließen“, sagt Haußmann und lacht. Denn die gab es vor 50 Jahren, als er ausgebildet wurde, noch nicht.

Ortsbürgermeister Thomas Hein (SPD) schaut sich im knapp 200 Quadratmeter großen Laden um. „Ich dachte nicht, dass es so schnell geht“, sagt er. Und dass es schon myenso-Mitarbeiter gebe. Nach dem ganzen Engagement des Ortsbürgermeisters und seines Ortsratsteams im Vorfeld, um myenso nach Nettlingen zu bekommen, wird das Team nun nochmal aktiv. Es wird den Eröffnungstag gestalten. Wie das aussehen wird, steht allerdings noch nicht fest. „Es wird etwas geben und wir hoffen, dass auch einige Nettlinger kommen werden“, sagt Hein. Denn die Eröffnungsfeier an einem Donnerstagmittag zu besuchen, sei für Berufstätige nicht eben einzurichten.

Rotes Band und Konfetti

Wie myenso-Sprecherin Ilka D’Alessandro berichtet, wird es am Eröffnungstag zunächst Ansprachen geben, dann werden Offizielle mit goldenen Scheren das rote Band durchschneiden. In dem Moment knallen Konfetti-Kanonen, und die Tür zum Tante Enso öffnet sich erstmals.

Anfang Januar wird eingeräumt

Die Haupteinganstür wird am Montag geliefert und eingebaut, wie Haußmann berichtet. An dem Tag beginnt auch der Ladenbau. In der ersten Januar-Woche folgt die EDV-Technik, und die Waren werden geliefert. Im Markt wird außerdem ein Defilibrator installiert. Ein Geschenk der örtlichen Junggesellen. „Dann haben wir drei Defibrillatoren im Ort“, freut sich Hein. Einer hängt an der Schule, einer am Sportplatz und bald der Dritte im My Enso.

Laut Ilka D’Alessandro hat der Nettlinger Tante Enso 348 Teilhaber.

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