Hannover/Hildesheim - Der Anstieg der Corona-Inzidenz in Niedersachsen schien am Montag gestoppt: Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen einen Mittelwert von 5,4 und damit die gleiche Inzidenz wie am Sonntag.
Doch inzwischen hat sich herausgestellt, dass dem vermeintlichen Stillstand ein Übermittlungsfehler zugrunde lag – in Wahrheit liegt die Inzidenz in Niedersachsen bei 5,9. Das Landesgesundheitsamt hatte die aktuellen niedersächsischen Daten wegen technischer Probleme allerdings zu spät an das Robert-Koch-Institut weitergegeben Die Folge: In einzelnen Landkreisen blieben die Inzidenzen offiziell stabil oder sie sanken sogar.
Problem für Hannover
Der Landkreis Hildesheim ist von dem Fehler allerdings nicht betroffen. Das RKI gab die Inzidenz hier unverändert mit 6,9 an. Dieser Wert hat auch nach der inzwischen erfolgten Korrektur der Daten durch das Landesgesundheitsamt Bestand. Das RKI lässt die Richtigstellungen aus Niedersachsen ohnehin erst am Dienstag in seine Statistik einfließen.
Für die Region Hannover dürfte es dann allerdings unangenehm werden. Das RKI hatte am Morgen einen Rückgang von 10,7 auf 10,5 gemeldet und so die Hoffnung genährt, die Landeshauptstadt und ihr Umland könnten am Dienstag vielleicht doch wieder unter die kritische Marke von 10,0 rutschen. Das ist nun sehr unwahrscheinlich – denn der reale Inzidenzwert für die Region liegt bereits am Montag bei 12,4. Damit ist fast sicher, dass die Inzidenz am Dienstag zum dritten Mal in Folge über 10,0 liegt.
Verschärfung am Donnerstag?
Dann würden ab Donnerstag die Corona-Regeln dort wieder verschärft werden – auf die Vorgaben für Inzidenzwerte zwischen 10,1 und 35,0. Vor allem private Treffen und Veranstaltungen würden dann wieder eingeschränkt, die Besuchsregeln für Discos, Bars und Clubs verschärft.
Besonders betroffen von dem Fehler ist unter Hildesheims Nachbarn außerdem die Stadt Salzgitter. Dort liegt die Inzidenz real bei 14,4 und nicht mehr bei 7,7, nachdem es eine Reihe neuer Fälle gab. Bei den anderen Nachbarkreisen gibt es keine Veränderungen gegenüber den am Montagmorgen gemeldeten Werten.
