Nordstadt

Flüchtlingsunterkünfte in Hildesheim: Stadt prüft alternativen Standort

Hildesheim - Die Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und PARTEI will wissen, ob ein anderer Standort in der Nordstadt nicht besser wäre als der kritisierte Pferdeanger. Der CDU-Stadtverband schlägt derweil wegen der Flüchtlingssituation Alarm.

Am Pferdeanger in der Hildesheimer Nordstadt soll eine Unterkunft für Geflüchtete entstehen – so schlägt es die Stadtverwaltung vor. Es gibt allerdings auch einen anderen Vorschlag. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - An drei Standorten will die Stadt ab Herbst 2024 in Containerdörfern Geflüchtete unterbringen. Kritik brachte jüngst der Vorschlag, eine der Unterkünfte am Pferdeanger zu platzieren – der Ortsrat Nordstadt schlug vor, stattdessen die Fläche zwischen der B 6 und dem Lerchenkamp in Betracht zu ziehen. Nun forderte die Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und der PARTEI die Stadtverwaltung im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Mobilität auf, den alternativen Standort zu prüfen.

Baudezernentin Andrea Döring mahnte in der Sitzung am Mittwochabend jedoch erneut an, dass ein Containerdorf am Lerchenkamp deutlich mehr kosten würde. Die Entscheidung über die Standorte fällt der Rat am 18. Dezember.

Offener Brief vom CDU-Stadtverband

Währenddessen schlägt der CDU-Stadtverband in einem offenen Brief an die Hildesheimer Abgeordneten des Bundestags und des Landtags wegen der Flüchtlingssituation Alarm. „Wir baden vor Ort in Hildesheim die Unfähigkeit zur Krisenbewältigung der anderen Ebenen von Land und Bund aus“, heißt es in dem fünfseitigen Schreiben des Vorsitzenden Cornelius Henning.

Eine „Überlastung“ sei bereits spürbar. Die Hildesheimer SPD-Abgeordneten Antonia Hillberg und Bernd Westphal seien „in dieser Krise nicht sichtbar“. Nicht nur sei die Wohnungsnot durch die Unterbringung Geflüchteter gestiegen, auch würden Fragen der sozialen Unterstützung für Geflüchtete nicht genug behandelt.

Forderungen der CDU

Zwar bekennt sich Henning klar zum Asylrecht, Städte wie Hildesheim würden mit der Aufgabe allerdings allein gelassen. Nötig seien mehr finanzielle Unterstützung für die Kommunen, eine Begrenzung der Geflüchteten und eine Anpassung ihrer Sozialleistungen.

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