Gronau - Die CDU-Fraktion im Gronauer Stadtrat hat nach einem Treffen mit den Initiatoren der Online-Petition gegen die Nutzung der Gronauer KGS-Sporthalle als Notunterkunft für Flüchtlinge großes Verständnis für die Initiative gezeigt. Zugleich stellten sich die Christdemokraten hinter den Kurs von Samtgemeindebürgermeister Volker Senftleben (SPD), der versucht, die Nutzung der Sporthalle durch alternative Angebote an den Landkreis Hildesheim abzuwenden. Die CDU moniert in diesem Zusammenhang, dass der Kreis über Monate nicht auf Angebote der Kommune für Immobilien und Container-Standplätze reagiert habe.
Petition hat über 2000 Unterstützer
Der Initiator der Online-Petition, Oliver Bünger, zeigte sich bei dem Treffen zuversichtlich, dass bis zum 15. Dezember 2300 Unterstützer für die Online-Petition zusammenkommen. Dann würde der Portal-Betreiber OpenPetition eine Stellungnahme vom Landkreis anfordern würde. Die Kreisverwaltung hat bereits erklärt, dass sie eine solche dann auch abgeben und die Petition öffentlich thematisieren werde. Bis Montagabend hatte die Petition 2062 Unterstützer, davon 1887 aus dem Landkreis.
Initiator Bünger deutete indessen an, dass auf die rechtlich nicht bindende Petition ein formales Bürgerbegehren mit dem Ziel eines Bürgerentscheides folgen könnte. „Ich bin optimistisch, dass die Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde, wenn es zu einem Bürgerbegehren kommen muss, dafür auch vor Ort handschriftlich unterzeichnen werden.“
„Humanitäre Hilfe steht nicht zur Diskussion“
CDU-Fraktionschef Lars Wedekind betont: „Für uns steht die humanitäre Hilfe für Menschen, die auf der Flucht sind, überhaupt nicht zur Diskussion. Das ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe, die wir zu 100 Prozent unterstützen.“ Die Belegung der Sporthalle dürfe aber „nur der letzte Strohhalm“ sein.
