Hildesheim - Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Nord tritt der VfV Borussia 06 Hildesheim in der Saison 2023/24 in der Fußball-Oberliga Niedersachsen an. Die Lizenz haben die Borussen schon vor einigen Tagen erhalten. Unklarer ist hingegen, wie das Gesicht des VfV 06 aussehen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt haben die Hildesheimer weder einen Cheftrainer, noch Informationen darüber herausgegeben, wie der kommende Kader aussehen könnte.
Beim Cheftrainer arbeiten die Verantwortlichen mit Hochdruck an einer Lösung, wie es heißt. Borussia-Vorsitzender Achim Balkhoff sagt: „Wir führen in dieser Woche fünf Gespräche.“ Namen nannte der Vorsitzende nicht. Beim Profil des neuen Trainers gehe es laut Balkhoff auch darum, in welchen Bereichen man sich bewegt, um neue Spieler zu verpflichten. So konnte man mit den in früheren Zeiten Nachwuchsleistungszentren arbeitenden Benjamin Duda und Markus Unger natürlich Spieler aus diesen Umgebungen für die Regionalliga gut verpflichten. „Dieses System lässt sich in der Regionalliga leichter fahren als in der Oberliga“, so Balkhoff. „Die Finanzausstattung ist am Ende eine ganz andere.“
Hartmann bleibt Co, Rührer übernimmt Geschäftsstelle
Eine interne Lösung, also Björn Kollecker oder Marcel Hartmann zum Cheftrainer zu machen oder als Trainerduo arbeiten zu lassen, wird es wohl nicht geben. „Marcel wird in der Co-Trainer-Rolle bleiben. Mit Björn Kollecker gab es noch keine Gespräche, aber wir können uns vorstellen, auch mit beiden Co-Trainern weiterzuarbeiten und die Aufgabenfelder zu vergrößern“, ergänzt Balkhoff. Klar ist, dass Björn Rührer ab sofort die Leitung der Geschäftsstelle des VfV 06 übernehmen wird. Nach einer Hüft-Operation Ende vergangenen Jahres kann er das Torwarttraining nicht mehr so ausüben wie gewünscht, wird dem Verein so aber erhalten bleiben.
Beim Kader ist klar, dass Moritz Göttel, Antonio Brandt, Emre Aytun, Silas Steinwedel und Jarno Engler nicht weiter für Hildesheim auflaufen werden. Allesamt hatten bis zur Partie gegen Lohne ihren Abgang verkündet und wurden im abschließenden Heimspiel bereits verabschiedet.
El Saleh-Brüder wollen bleiben
Zum VfV bekannt hatten sich die Brüder Hassan und Hady El Saleh, die bereits vor einigen Wochen gesagt hatten, auch im Falle des Abstieges weiter für die Borussia kicken zu wollen. Nach HAZ-Informationen können sich viele weitere Spieler einen Verbleib vorstellen, darunter auch Leistungsträger.
Die entscheidende Vorraussetzung sei vor allem die sportliche Perspektive – heißt: Viele Akteure wollen einen schlagkräftigen Kader haben – mit der Aussicht, in der Oberliga eine gute Rolle zu spielen. Balkhoff sagt dazu: „Ich kann mir durchaus auch vorstellen, dass der personelle Umbruch gar nicht so groß ausfallen muss.“
Es geht ums Geld
Der entscheidende Punkt aus Sicht des Vereins: das liebe Geld. „Den Spielern muss bewusst sein, dass sie in der Oberliga finanzielle Abstriche machen müssen“, ergänzt der Vorsitzende. „Wir müssen einen harten finanziellen Schnitt machen im Verein, die Saison war extrem teuer.“ Mit den ersten Neuverpflichtungen und Vertragsverlängerungen sei Richtung Wochenende zu rechnen. „Vieles ist mündlich bereits klar, da müssen nur noch die Verträge unterschrieben werden“, ist Balkhoff optimistisch.
