Haushaltsplanung

Grundsteuern 2024 im Kreis Hildesheim: Diese sieben Verwaltungen legen ihre Karten schon offen

Kreis Hildesheim - In den 20 Städten und Gemeinden im Kreis Hildesheim beginnen die Haushaltsberatungen. Sieben Verwaltungen haben zum Teil schon ihre Etat-Entwürfe vorgelegt oder zumindest die Vorschläge zur Grundsteuer B öffentlich gemacht: Drei wollen erhöhen, vier nicht.

Die Grundsteuer B ist für alle Grundstücke zu zahlen, nur für landwirtschaftliche Flächen gilt die Grundsteuer A. Foto: Jens Büttner/dpa

Kreis Hildesheim - In den Städten und Gemeinden im Kreis Hildesheim starten die Haushaltsberatungen für 2024. Die Etat-Entwürfe der Verwaltungen sind weitgehend fertig und werden in den kommenden Wochen in den Finanzausschüssen beraten, bevor sie in der Regel in den Dezember-Sitzungen der Räte beschlossen werden. Erwartet werden Erhöhungen der Grundsteuer B in der einen oder anderen Kommune – vor allem im Zusammenhang mit einer geplanten Anhebung der Kreisumlage, die an den Landkreis Hildesheim abgeführt werden muss. In Zeiten ohnehin belasteter Haushalte könnte die Grundsteuer eine ausgleichende Rolle spielen und den Kommunen mehr Einnahmen bescheren. Das würden dann auch die Menschen in diesen Städten und Kommunen zu spüren bekommen.

Bisher halten sich die meisten Verwaltungen noch bedeckt. Für die Stadt Hildesheim hat Oberbürgermeister Ingo Meyer bereits eine deutliche Erhöhung angekündigt: Der Hebesatz soll von 540 auf 650 steigen, um das erwartete Defizit einzudämmen. Die übrigen Verwaltungen werden ihre Vorstellungen demnächst in den Fachausschüssen erläutern, bislang haben nur wenige in den Bürgerinformationssystemen ihren Haushaltsentwurf veröffentlicht. Von sechs Verwaltungen, die das bereits getan haben, wollen allerdings vier bei den alten Hebesätzen bleiben und planen zunächst keine Grundsteuer-Erhöhungen: Gronau (430 Prozent – die drei Gemeinden der Samtgemeinde Leinebergland legen jeweils eigene Sätze fest), Sarstedt (400 Prozent) sowie Giesen und Harsum (jeweils 380 Prozent).

Sibbesse plant deutliche Erhöhung

Eine leichte Anhebung von 510 auf 520 ist im Rahmen eines bestehenden Haushaltskonsolidierungskonzeptes in Alfeld angepeilt. Eine deutlichere Erhöhung plant die Gemeinde Sibbesse, nämlich von 380 auf 440 Prozent. Die Grundsteuer A soll im selben Umfang steigen, auch für die Gewerbesteuer ist eine Erhöhung vorgesehen (von 380 auf 420). Die Verwaltung erhofft sich vor allem durch die Grundsteuer B erhebliche Mehreinnahmen von rund 112.000 Euro. Geld fehlt im Haushalt trotzdem noch, nach der aktuellen Kalkulation knapp 617.000 Euro – der Fehlbetrag kann aber noch durch Überschüsse ausgeglichen werden.

Die Sibbesser Verwaltung weist darauf hin, dass die Realsteuern seit zehn Jahren nicht erhöht wurden. Nach Musterberechnungen aus dem Rathaus wären für ein Einfamilienhaus Baujahr 1962 im kommenden Jahr 52 Euro mehr fällig sowie 76 Euro für ein Haus Baujahr 2000.

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