Kreis Hildesheim - Im Kreistag hat die rot-grün geführte Mehrheitsgruppe die Pläne für die Hildesheimer Berufsschulen und die Musikschule durchgesetzt, die sie vorher mit ihrem Pendant aus dem Stadtrat ausgehandelt hatte. Die wird zum größten Teil von denselben politischen Farben getragen. Beim Thema Berufsschulen ging es um den Standort an der Von-Thünen-Straße, bei der Musikschule um die dringende finanzielle Unterstützung.
Ohne Alternative kein Vergleich der Wirtschaftlichkeit
Der wichtigste Punkt des Antrages der Mehrheitsgruppe zu den Berufsschulen: Die Kreisverwaltung soll einen Vertrag mit der Stadt über eine Nutzung des Grundstückes an der Von-Thünen-Straße im Stadtfeld abschließen, auf dem der Kreis einen Neubau errichten will – ein wichtiger Baustein in der angepeilten Neuordnung der Hildesheimer Berufsschullandschaft. Es müsse jetzt schnell vorangehen, beschwor Christel Brede (SPD) das Plenum. Carsten Schiedeck von der CDU zollte der Gruppe Respekt, dass sie zusammen mit Teilen des Stadtrates endlich Bewegung in die lange stockende Standortsuche gebracht habe. Das Aber folgte sogleich: „Wir müssen einen Schritt weiter gehen.“ Dieser Schritt wäre für CDU, FDP und Unabhängige parallel eine Vergabe an einen Investor, der eine Schule baut und sie an den Kreis vermietet oder verkauft. Die gemeinsame Hoffnung ist, auf diesem Weg Geld zu sparen. Der Kreis brauche eine Alternative und müsse dann die Wirtschaftlichkeit vergleichen, meinte Josef Stuke (Unabhängige). Die Mehrheitsgruppe überzeugte das nicht, sie lehnte den Antrag der drei Fraktionen ab.
