Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Hildesheim ist am Montag wieder unter die kritische 100er-Marke gesunken. Das Landesgesundheitsamt gab den Wert am Mittag mit 96,4 an.
Am Sonntag war die Inzidenz mit 101,2 erstmals seit Ostern wieder über die kritische 100er-Marke gestiegen. Liegt die Inzidenz drei Tage in Folge darüber, kommt es im Landkreis wieder zu Einschränkungen bei Kitas, Schulen, Einzelhandel und privaten Kontakten wie bereits im März einige Zeit. Nun gibt es zumindest eine Atempause:
Das Rätsel mit der Inzidenz
Würde der Wert an einem der nächsten Tage wieder über 100 steigen, würde die Zählung von vorn beginnen. Zumindest in dieser Woche wird es damit keine Einschränkungen in Kitas und Schulen in Stadt und Landkreis Hildesheim geben.
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Die Landesbehörde verzeichnete für den Landkreis Hildesheim am Montag zehn Neuinfektionen. Das sind genauso viele wie am Montag vor einer Woche. Dass die Inzidenz dennoch sinken konnte, liegt daran, dass das Landesgesundheitsamt oft an einem bestimmten Tag gemeldete Fälle zunächst auch diesem Tag zuschreibt. Im Nachhinein werden aber oft einzelne Fälle früheren Tagen zugeordnet, wenn diese schon vor dem Meldedatum aufgetreten sind und nur verzögert weitergegeben wurden. Die Inzidenz fällt deshalb oft etwas niedriger aus, als sie sich aus den bekanntgegebenen Neuinfektionen der jeweils vergangenen sieben Tage errechnen würde.
Lichtblick in Salzgitter?
Bezogen auf ganz Deutschland stieg die Inzidenz leicht auf nun 165,3, auch der Kennwert für Niedersachsen stieg etwas von 125,1 auf 127,3. In der Region Hannover kletterte die Inzidenz ebenfalls leicht von 147,6 auf genau 150, im Landkreis Peine erreichte sie mit 198,8 (Vortag: 193,6) einen neuen Höchststand. Oberhalb einer Inzidenz von 200 müssten vermutlich die Schulen wieder komplett schließen – jedenfalls, wenn die bundesweite Corona-Notbremse wie geplant beschlossen wird.
Im Landkreis Wolfenbüttel, der seit Samstag offiziell Hochinzidenz-Kommune mit den entsprechenden Einschränkungen ist, stieg die Inzidenz deutlich von 113,7 auf 135,4. Erleichterung ist dort also nicht in Sicht. Verbesserungen, allerdings auf einem völlig anderen Niveau, gibt es im benachbarten Corona-Hotspot Salzgitter: Dort fiel die Inzidenz erneut, diesmal von 351,9 auf 313,5. Das ist aber noch immer der höchste Wert in Niedersachsen.
Insgesamt haben nur 13 von 45 Landkreisen in Niedersachsen eine Inzidenz unter 100.
