Öffentlichkeitsfahndung

Hildesheimer Ermittler fahnden mit Videos und Fotos nach flüchtigem Machetenmann

Hildesheim - Er kommt womöglich für eine Reihe Überfälle in Hildesheim in Frage, nun fahnden die Ermittlungsbehörden mit Videos und Bildern nach dem Räuber mit dem langen Messer.

Der schwarz gekleidete Mann betritt den Kiosk in der Oststadt. Mund und Nase hat er hinter roten Tüchern verborgen. Foto: Polizeiinspektion Hildesheim

Hildesheim - Die Ermittlungsbehörden haben am Dienstag Ausschnitte aus einer Überwachungskamera sowie mehrere Fotos veröffentlicht, um dem Räuber mit der Machete auf die Spur zu kommen. Der Mann hatte am Abend des 5. Februar einen Kiosk in der Einumer Straße überfallen und dabei Geld und Zigaretten erbeutet. Womöglich kommt der Unbekannte auch für weitere Überfälle im Landkreis in Frage, bei denen sowohl die Beschreibung als auch die Art der eingesetzten Waffe passen könnte.

Auf dem Video ist ein komplett in schwarz gekleideter schlanker Mann zu sehen, der Mund und Nase mit einem roten Schal oder Tuch verdeckt. An der linken Hand trägt er einen weißen Handschuh, rechts die etwa 50 Zentimeter lange Machete. Seine Beute stopft er in einen schwarzen Rucksack, anschließend flieht er unerkannt. „Trotz intensiver Ermittlungen ist der Täter bisher noch nicht identifiziert“, heißt es nun in einer gemeinsamen Erklärung der Staatsanwaltschaft und der Polizeiinspektion Hildesheim. Aus diesem Grund habe das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Beschluss erlassen, Bilder des Tatverdächtigen aus der Überwachungskamera in der Oststadt zu veröffentlichen.

Der Täter soll etwa 25 Jahre alt und ungefähr 1,80 Meter groß sein. Zur Tatzeit trug er eine dunkle Jacke mit aufgesetzter Kapuze sowie eine dunkle Hose. Zeugen, die Hinweise zu der Person geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05121/939-115 bei der Polizei Hildesheim zu melden.

Die Beschreibung des Mannes und nicht zuletzt die Tatwaffe – die Machete – erinnern an andere Taten aus den vergangenen Wochen und Monaten. „Die Zusammenhänge werden weiterhin geprüft“, sagt Christina Wotschke, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim.

Anfang Dezember hatte ein Mann mit ganz ähnlicher Täterbeschreibung mit einem Messer bewaffnet die Esso-Tankstelle in der Steuerwalder Straße überfallen. Er erbeutete einen dreistelligen Betrag. Ende Januar gab es einen weiteren Überfall auf die Aral-Tankstelle in der Marienburger Straße, auch dort bedrohte ein maskierter Mann mit einem Messer bewaffnet eine Mitarbeiterin. Ein Kollege griff ein und verhinderte den Raub. Wenige Tage später überfiel ein Unbekannter die Leo-Tankstelle in der Marie-Wagenknecht-Straße. Der beschriebene Täter auch hier: 1,80 Meter groß, schlank, mit dunkler Kleidung. Seine Tatwaffe: ein Messer.

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