Hildesheim - Acht Tage nach dem Überfall auf die Leo-Tankstelle in der Hildesheimer Marie-Wagenknecht-Straße gibt es noch keine heiße Spur zu dem Täter – nun erhoffen sich Polizei und Staatsanwaltschaft neue Hinweise von möglichen Zeugen. Die Ermittler haben am Mittwoch Bilder einer Überwachungskamera veröffentlicht: ein Foto sowie drei Videos.
Schlanker Täter in dunkler Kleidung
Die Aufnahmen zeigen eine schlanke Person, die zügig den Verkaufsraum der Tankstelle betritt, ehe sie wenig später wieder ins Freie stürmt und flüchtet. Der mit einem Messer bewaffnete Mann, der dort am Dienstag, 30. Januar, gegen 21.20 Uhr einen dreistelligen Geldbetrag erbeutete, soll etwa 1,80 Meter groß sein. Bei dem Überfall trug er eine schwarze Daunenjacke, einen schwarzen Kapuzenpullover und eine dunkle Hose. Auffallend: Der Täter hat sehr dünne Beine. Nach Aussagen der überfallenen Mitarbeiterin der Leo-Tankstelle sprach er akzentfreies Hochdeutsch.
Da die bisherige Fahndung nach dem Unbekannten erfolglos geblieben ist, hat die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht beantragt, die Bilder der Überwachungskamera zur Veröffentlichung freizugeben – das Gericht folgte dem Ansinnen.
Ermittler prüfen Zusammenhang zwischen Überfallen
Ob es einen Zusammenhang zwischen dieser Tat in der Marie-Wagenknecht-Straße und weiteren bewaffneten Überfällen der jüngsten Vergangenheit gibt, steht nicht fest – die Ermittler gehen dem aber nach. Es geht dabei um die Überfälle auf die Esso-Tankstelle in der Steuerwalder Straße am 27. Dezember, auf die Aral-Tankstelle in der Marienburger Straße am 23. Januar sowie den Überfall auf einen Lotto-Laden in der Einumer Straße am 5. Februar. Der jeweils schlanke Täter trug dunkle Kleidung und war bewaffnet – in den Tankstellen mit einem Messer, in dem Laden in der Oststadt soll er eine Machete dabei gehabt haben.
Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 05121/ 939-115 entgegen.
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