Ausbreitung des Coronavirus

Hildesheims Corona-Inzidenz steigt über 100 – aber nur virtuell

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen wird für den Kreis Hildesheim am Mittwoch offiziell mit 77,2 angegeben. Das gilt zunächst – tatsächlich ist die Lage aber viel kritischer.

Der Landkreis Hildesheim hat am Mittwoch die Sieben-Tage-Inzidenz für die Region gemeldet. Foto: Julia Moras

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Hildesheim ist am Mittwoch offiziell auf 77,2 gesunken.Das Landesgesundheitsamt verzeichnet für den Landkreis keinen einzigen neuen Corona-Fall. Doch das ist eine Illusion: „Offenbar gab es technische Probleme, so dass die von uns ordnungsgemäß übermittelten Daten nicht vom Land verarbeitet wurden. Wir befinden uns diesbezüglich immer noch in der Klärung mit dem Land“, erklärte eine Pressesprecherin des Landkreises auf Nachfrage.

Wann folgt die Korrektur?

So etwas kommt gelegentlich vor, auch bei anderen Landkreisen. In der Regel korrigiert das Landesgesundheitsamt solche Fehler erst am Folgetag, manchmal auch noch im Lauf des aktuellen Tages. Bis dahin gilt aber 77,2 als offizieller Inzidenzwert. Doch tatsächlich meldete der Landkreis selbst am Mittwoch 71 Neuinfektionen und damit den höchsten Wert seit Ende Januar. Würde man diese Zahl hinzunehmen, würde die Inzidenz bei 102,9 liegen.



Einschränkungen bei Kitas, schulen und im Einzelhandel sowie bei Kontaktregeln drohen erst, wenn die Inzidenz in einem Landkreis an drei aufeinander folgenden Tagen über 100 liegt und das Gesundheitsamt davon ausgeht, es mit einem dauerhaften Trend zu tun zu haben.

Anstieg in Hannover und Peine

Im landesweiten Durchschnitt stieg die Inzidenz am Mittwoch hingegen auf genau 100, nachdem sie am Dienstag nur leicht von 96,7 auf 96,8 geklettert war.

Unter anderem gab es in der Region Hannover wieder einen merklichen Anstieg von 123,5 auf 130,7. Im Kreis Peine stieg die Inzidenz nach einer Stabilisierung zu Wochenbeginn wieder deutlich an – von 155,8 auf 176,6. Dagegen sank sie in Salzgitter zum zweiten Mal in Folge merklich, diesmal von 199,4 auf 184,1. Den höchsten Wert in Niedersachsen hat weiter Cloppenburg (226,2), den niedrigsten weiter Goslar (24,2).

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