Hildesheim - Ganze 200 Quadratmeter Holzböden sind am Dienstagvormittag bereits auf dem Platz An der Lilie aufgebaut – der Grundstein quasi für das neue Testzentrum, das hier entstehen soll. Und damit soll es nun zügig vorangehen, wie Sebastian Adamski erzählt, Betreiber des Pflegedienstes Daheim statt Heim und zudem einer der drei Initiatoren des Projekts Hil-Care, die das Testzentrum gemeinsam verantworten: „Wir gehen momentan davon aus, dass wir am Donnerstag betriebsbereit sind und die ersten Leute hier testen können.“ Eine Ergänzung zu den bisherigen Angeboten: Denn Apotheken und Arztpraxen sind bereits seit längerer Zeit mit dem gleichen Angebote dabei.
Die werden dann über drei Eingänge durch die Straße geschleust. Wer sich vorher angemeldet und demzufolge einen Termin hat, nimmt den Eingang 1. Der zweite und dritte Zugang sind für Menschen, die entweder noch Rückfragen zu ihren Tests haben oder ohne Termin gekommen sind. „Das machen wir aber auch alles nochmal vor Ort genau kenntlich, und wir haben auch Personal, das die Menschen einweist“, sagt Adamski, „Da findet sich jeder zurecht.“
Youco steht für digitale Abläufe und Datensicherheit
Bei der digitalen Umsetzung der Testabläufe und der Gewährleistung der Datensicherheit steht dem Hil-Care-Team das Hildesheimer Unternehmen Youco zur Seite, wie Adamskis Partner Kai Höljes sagt. „Das ist ein ganz wichtiger Part für so eine Teststraße, denn nur vor diesem Hintergrund können wir so effizient und sicher arbeiten, wie wir das geplant haben.“
Ebenfalls noch in dieser Woche soll der Aufbau einer zweiten Teststraße auf dem Volksfestplatz beginnen – ebenfalls nach dem Schleusenprinzip aufgebaut, aber besser für alle zu erreichen, die mit dem Auto unterwegs sind. „Auch hier hoffen wir, dass wir in wenigen Tagen eröffnen können“, sagt Adamski.
Unterstützung bei der Finanzierung wäre willkommen
Das Team – Gastronom Andreas Bente, der das Restaurant Villa dell`Angelo führt, ist der dritte der Hil-Care-Gründer – hat bislang einen „höheren sechsstelligen Betrag“ in den Aufbau der Testzentren investiert, wie Adamski sagt. Kostenträger der Tests ist schlussendlich die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen. „Wir müssen aber mit einigen Ausgaben in Vorleistung treten, und würden uns über eine Unterstützung bei der Zwischenfinanzierung freuen“, sagt der Unternehmer. Zum Aufbau der Zentren und den Materialkosten kämen die Personalkosten hinzu – pro Teststraße planen die Initiatoren mit sieben Mitarbeitern. „Hinzu kommt noch die Security“, so Adamski, „die Zelte müssen nachts gesichert und bewacht sein.“
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Die Genehmigung, die Testungen durchzuführen, kommt vom Landkreis – Adamski spricht sogar von einer Beauftragung durch die Behörde. Entscheidend für deren Erteilung ist eben die Kooperation von Hil-Care mit dem schon länger bestehenden Pflegedienst Daheim statt Heim. „Denn der hat während der gesamten Pandemie-Zeit schon Tests durchgeführt“, so Adamski, „und ist daher auch angehalten, das weiterhin zu tun.“ Von der Stadt kam die Genehmigung, für den Aufbau des ersten Zentrums den Platz An der Lilie zu nutzen, wo das Zelt zunächst bis Mitte April stehenbleiben soll.
