Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Samstag im Landkreis Hildesheim unter 90 gefallen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Kennwert am frühen Morgen mit 89,2 an. Am Freitag war er erstmals nach vier Tagen unter die wichtige 100er-Marke gesunken. Bundes- und landesweit verbesserte sich die Lage ebenfalls weiter, ein Hildesheimer Nachbarkreis darf die Notbremse nun lösen. Auch Hildesheim hat eine Perspektive dafür.
Die sogenannte Corona-Notbremse mit deutlich verschärften Regeln in vielen Lebensbereichen war am Freitag im Landkreis Hildesheim in Kraft getreten. Läuft es weiter wie zuletzt, ist allerdings auch schon das Ende wieder absehbar: Das Bundesinfektionsschutzgesetz besagt, dass die Inzidenz vom Tag nach Inkrafttreten der Notbremse an an fünf Werktagen hintereinander unter 100 liegen muss.
Klare Tendenz nach unten
Der Tag nach dem Inkrafttreten ist der heutige Samstag, der allerdings ausgerechnet in dieser Woche kein Werktag, sondern ein Feiertag ist. Die Zählung beginnt also am Montag. Bleibt die Corona-Inzidenz von Montag bis Freitag durchgehend unter 100, tritt die Notbremse im Kreis Hildesheim am Sonntag, 9. Mai, außer Kraft. Dann würden am Montag, 10. Mai, unter anderem wieder die Kitas öffnen, alle Schuljahrgänge im Wechselmodell lernen und die Schnelltest-Pflicht im Einzelhandel entfallen.
Die Tendenz der vergangenen Tage spricht dafür, dass die Inzidenz im Kreis Hildesheim dauerhaft unter 100 bleibt: Von Montag bis Samstag vergangener Woche hatte das Kreis-Gesundheitsamt noch insgesamt 291 Neuinfektionen gemeldet, von Montag bis Samstag dieser Woche waren es nur noch 197. Zwar passen die Daten von Landkreis und RKI wegen unterschiedlicher Meldezeitpunkte oft nicht exakt zusammen, aber die Tendenz hat sich verstetigt: Bisher war an jedem Tag dieser Woche die Zahl der neuen Fälle niedriger als am gleichen Tag der Vorwoche, das Sinken der Inzidenz ist daher folgerichtig.
Perspektive für Peine
Dafür spricht zudem die bundesweite Entwicklung: Bezogen auf ganz Deutschland ging die Inzidenz am Samstag erneut zurück, diesmal von 153,4 auf 148,6. Experten halten die Tendenz für stabil, da immer mehr Bundesbürger geimpft sind. Und auch der Inzidenzwert für Niedersachsen fiel, von 106,7 auf 101,8.
Das dürfte vor allem an der der Region Hannover liegen, dort gab es einen massiven Rückgang von 145,6 auf 120,6. Im Kreis Peine sank der Kennwert leicht von 141,7 auf 136,5. Dort bahnt sich für die kommende Woche eine erste leichte Lockerung an: Liegt die Inzidenz auch am Montag und Dienstag unter 165, öffnen die Grundschulen ab Donnerstag wieder für alle Jahrgänge im Wechselmodell. Derzeit gilt dies nur für die vierten Klassen, betroffen ist auch die Gemeinde Hohenhameln. Zudem setzte sich der zuletzt positive Trend in Salzgitter fort, wenn auch auf hohem Niveau. Die Inzidenz fiel von 236,8 auf 213,8.
