Ausbreitung des Coronavirus

Hildesheims Inzidenz sinkt wieder leicht – aber bundesweiter Anstieg

Kreis Hildesheim - Der Wert liegt am Freitagmorgen bei 6,9 – in Hannover rückt die Grenze für Verschärfungen hingegen immer näher. Sieben Kreise in Niedersachsen haben indes 0,0.

Die Zahl der positiven Corona-Proben ist im Kreis Hildesheim nicht weiter gestiegen. Foto: Werner Kaiser

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Freitag im Landkreis Hildesheim wieder leicht gesunken. Der Kennwert ging auf 6,9 zurück, nachdem er am Donnerstag mit 7,6 den höchsten Stand seit dem 19. Juni erreicht hatte. Bundesweit beschleunigte sich allerdings, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau, die ansteigende Tendenz: Der nationale Durchschnittswert stieg von 5,2 auf 5,5, der für Niedersachsen von 4,6 auf 4,9, wie aus am Morgen veröffentlichten Daten des Robert-Koch-Instituts hervorgeht.

Fachleute hatten schon länger höhere Inzidenzen im Zuge der Ausbreitung der Delta-Variante sowie der Lockerung der Kontaktregeln vorhergesagt, allerdings bewegt sich das Ganze im Moment auf sehr überschaubarem Niveau. Auffällig ist zudem, dass es weiterhin keine Hotspots gibt: Die höchste Inzidenz in ganz Deutschland hat derzeit die Stadt Hof – mit 21,8.

Grenzwert bei 10,0

Im Kreis Hildesheim gab es in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 19 Neuinfektionen, am Vortag lag dieser Wert noch bei 21. Bei 28 neuen Fällen in sieben Tagen würde im Kreis Hildesheim die Marke von 10,0 überschritten. Liegt die Inzidenz drei Tage hintereinander – egal ob Sonn- und Feiertage oder Werktage – darüber, werden die Corona-Vorgaben für das private und öffentliche Leben in vielen Bereichen wieder verschärft.

Dann würden erneut jene Vorgaben in Kraft treten, die im Stufenplan des Landes für Inzidenzen zwischen 10,0 und 35,0 vorgesehen sind. Die derzeitige Landesverordnung gilt bis zum 16. Juli. Wie es danach weitergeht, ist noch unklar.

Hannover bangt

Die Grenze von 10,0 könnte bald in der Region Hannover zum Thema werden. Dort stieg die Inzidenz am Freitag von 7,5 auf 8,7. Im Landkreis Peine fiel sie hingegen wieder von 3,0 auf 2,2. In Wolfenbüttel stieg sie leicht von 5,0 auf 5,9, in Salzgitter blieb sie bei 2,9.

Im Landkreis Holzminden blieb die Inzidenz bei 0,0, dort gab es weiterhin keine laborbestätigten Fälle. Im Landkreis Northeim blieb die Inzidenz bei 1,5, in Goslar stieg sie von 3,7 auf 4,4, in Hameln-Pyrmont blieb sie bei 3,4.

Die Zahl der Landkreise mit Inzidenzen von 0,0 ist in Niedersachsen trotz des steigenden Durchschnittswerts wieder gestiegen: Außer Holzminden weisen auch Nienburg, Cuxhaven, Friesland, Aurich, Emden und Leer keine Neuansteckungen in den vergangenen sieben Tagen auf.

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