Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Hildesheim am Dienstag leicht gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Morgen einen Kennwert von 7,4, am Sonntag und Montag hatte die Inzidenz noch bei 6,2 gelegen. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Kreis Hildesheim 21 neue laborbestätigte Fälle. Allein über das Wochenende hatte das Gesundheitsamt neun zusätzliche gemeldet. Bei 28 Neuinfektionen binnen sieben Tagen würde der Grenzwert von 10,0 überschritten.
Bundes- und vor allem landesweit stiegen die Inzidenzen indes am Dienstag weiter. Der Bundesdurchschnitt erhöhte sich von 10,3 auf 10,9, der für Niedersachsen sogar von 10,3 auf 11,3. Die Zahl der Intensivpatienten mit Covid-19 in Niedersachsen lag am Montag bei 19. Das sind deutlich mehr als zwei Wochen zuvor (zwölf), aber nur den Bruchteil des Jahreshöchstwertes von 320 (am 20. April).
Peine muss verschärfen
Im Zuge dessen hat es nun auch den Landkreis Peine „erwischt“: Nachdem die Inzidenz dort am dritten Tag in Folge bei 11,1 und damit über 10,0 gelegen hat, müssen dem niedersächsischen Stufenplan zufolge die Regeln wieder verschärft werden. Im Kreis Peine treten damit am Donnerstag jene Vorgaben in Kraft, die in der Region Hannover bereits seit vergangener Woche gelten.
Dies droht am Freitag mit dem Landkreis Wolfenbüttel einem weiteren Hildesheimer Nachbarkreis. Dort liegt die Inzidenz wie schon am Montag bei 15,9. Bleibt sie auch am Mittwoch über 10,0, wovon auszugehen ist, werden die Vorgaben zwei Tage danach ebenfalls verschärft.
Klarer Anstieg in Hannover
In der Region Hannover stieg die Inzidenz unterdessen noch einmal merklich von 19,3 auf 23,0 – die Entwicklung in der bevölkerungsreichen Region ist ein wesentlicher Faktor für den Trend in Niedersachsen. In Salzgitter blieb die inzidenz stabil bei 18,2, im Kreis Holzminden stieg sie noch einmal leicht von 12,8 auf 14,2.
Drei Nachbar-Landkreise Hildesheims liegen trotz leichter Anstiege weiter unter 10,0: Im Kreis Hameln-Pyrmont stieg die Inzidenz leicht von 4,7 auf 6,1, im Landkreis Northeim von 2,3 auf 3,0 und im Kreis Goslar von 0,7 auf 1,5.
Rückgang beim „Spitzenreiter“
Eine Inzidenz von 0,0 hat inzwischen kein Landkreis in Niedersachsen mehr, bundesweit stieg die Zahl der Landkreise, in denen die Null steht, aber von zwölf auf 13. Die höchste Inzidenz in Deutschland hat weiter der Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz, dessen Kennwert aber erstmals wieder sank – von 65,5 auf 58,1
