Abschluss an Gymnasien

Im Juli soll es wieder viele Abi-Bälle in Hildesheim geben

Hildesheim - Zahlreiche Termine in der Volksbank Arena stehen bereits fest – auch für Schulen von außerhalb des Landkreises. Die Macher wollen die Auflagen „übererfüllen“.

Wieder möglich, wenn auch vielleicht mit etwas größeren Abständen: Abi-Bälle soll es in der Hildesheimer Volksbank Arena in diesem Sommer sogar reichlich geben. Foto: Werner Kaiser (Archiv)

Hildesheim - Im vergangenen Jahr fielen sie alle aus – in diesem Sommer soll es in Hildesheim wieder zahlreiche Abitur-Bälle geben. 14 Veranstaltungen dieser Art sind allein in der Volksbank Arena geplant. Natürlich unter anderen Bedingungen als gewohnt – doch angesichts der deutlichen Lockerungen auch für Großveranstaltungen aufgrund der niedrigen Inzidenzen laufen die Planungen auf Hochtouren. In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, wie Tim Melches von der Firma M&P Management, die die Events zusammen mit den Gymnasiasten plant, versichert.

„Der Termin für unsere Entlassungsfeier stand ja schon gleich zu Beginn unserer Oberstufenzeit fest“, erinnert sich Charlotte Fritz vom Andreanum. Die 18-Jährige gehört zu einem siebenköpfigen Organisationsteam, das sich um die Entlassung der rund 60 Abiturientinnen und Abiturienten kümmert. „Mit den Planungen haben wir aber mit Blick auf Corona erst nach den schriftlichen Prüfungen begonnen“, so Fritz. „Lange Zeit hatten wir Angst, dass nicht nur unsere offizielle Entlassungsfeier, sondern vor allem auch unser Abi-Ball ins Wasser fällt“, sagt sie: „Erst als die Corona-Zahlen drastisch runtergingen, waren wir wieder optimistischer.“

Veranstaltungen wieder erlaubt

Ähnlich zuversichtlich zeigt sich mittlerweile das Team, das den Abi-Ball der Robert-Bosch-Gesamtschule plant. „Das scheint ja nun in der Volksbank Arena anzugehen“, frohlockt Jette Tabea Heinemann, die zusammen mit vier weiteren Schülerinnen an den Vorbereitungen arbeitet.

Der Optimismus der beiden Abiturientinnen ist berechtigt, versichert Tim Melches: „Das sieht tendenziell sehr gut aus!“ Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes erlaubt bei den derzeit herrschenden Inzidenzwerten Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit sitzendem Publikum bis zu 500 Gästen ohne Genehmigung, darüber ist das Okay der Behörden nötig. Mit „teilweise stehendem Publikum“ sind mehr als 100 Gäste genehmigungspflichtig. Sollte die Inzidenz unter 10,0 fallen, sind in der nächsten Verordnung sogar noch deutlich weitergehende Lockerungen für Großveranstaltungen vorgesehen.

Gäste auch von außerhalb

Der Abi-Ball des Andreanums soll nun am 6. Juli steigen – mittendrin in der Serie von 14 Veranstaltungen dieser Art binnen 18 Tagen in der Volksbank Arena. Den Auftakt macht nach dem aktuellen Planungsstand am 1. Juli die Friedrich-List-Schule, den Abschluss am 18. Juli die Albert-Einstein-Schule aus Laatzen.

Überhaupt wollen nicht nur Schulen aus Stadt und Landkreis Hildesheim in der Halle an der Pappelallee feiern. Außer den Laatzenern haben sich von außerhalb auch die Abschlussjahrgänge des Peiner Gymnasiums am Silberkamp sowie des Otto-Hahn-Gymnasiums in Springe angesagt. Aus Stadt und Landkreis Hildesheim wollen neben dem Andreanum zehn weitere Abitur-Jahrgänge ihre Abschlüsse festlich begehen.

Frische Schnelltests

Tim Melches setzt bei der Planung darauf, die offiziellen Anforderungen „eher überzuerfüllen“. So will er den Zugang zu den Bällen davon abhängig machen, dass die Gäste einen negativen Corona-Schnelltest nachweisen müssen, wenn sie nicht doppelt geimpft oder genesen sind – obwohl das rechtlich nicht nötig wäre. Ein Testangebot soll es mit Hil-Care vor der halle geben.

Zudem dürfe der Test maximal zwölf Stunden alt sein und nicht wie offiziell gefordert 24 Stunden. Im Gegenzug hofft er, dass während der Bälle selbst die Vorgaben weniger streng ausgelegt werden können. Damit hat er offenbar ein gutes Gespür: Doch wieder mehr Tests, dafür aber weniger Kontaktbeschränkungen und Lockerungen bei der Maskenpflicht – dieses Konzept ist auch Teil der jüngsten Überlegungen der Landesregierung für die nächsten Öffnungsschritte.

Garantie für Ticketkäufer

Heißt: Nach dem aktuellen Stand dürften die Gäste ihre Masken nur am Sitzplatz abnehmen und zum Beispiel nicht beim Tanzen. Das könnte im Juli anders aussehen. Was dann auch für die Aftershow-Partys am Ende der Bälle gilt, bei denen weniger Menschen in der Halle sein sollen.

Das ist allerdings noch ungewiss und hängt auch von der weiteren Entwicklung der Inzidenzwerte ab. eine andere Sorge will Melches den Besucherinnen und Besuchern aber jetzt schon nehmen: Ein finanzielles Risiko hätten sie nicht zu tragen: „Sollte eine Feier aufgrund einer Verschlechterung der Inzidenzlage ausfallen, erstattet das Abitur-Ball-Komitee das gezahlte Eintrittsgeld innerhalb von zehn Tagen.“

Der Ticketverkauf wurde jedenfalls schon „gelockert“: War das Eintrittskarten-Kontingent bislang auf drei Karten pro Abiturient beschränkt, werden seit dem 31. Mai weitere Plätze nach dem Windhund-Prinzip vergeben.

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