In Hildesheim könnte es dauern

Niedersachsen will Corona-Regeln spätestens nächste Woche lockern

Hannover - Mehr Freiheiten bei privaten Treffen und bei Veranstaltungen: Niedersachsens Landesregierung will die Corona-Auflagen so schnell wie möglich lockern. In Hildesheim könnte es aber noch dauern, bis neue Regeln in Kraft treten.

Spätestens nächste Woche soll die neue Corona-Verordnung in Niedersachsen kommen. Foto: Werner Kaiser

Hannover - Die niedersächsische Landesregierung will die Corona-Auflagen spätestens in der nächsten Woche weiter lockern. Die aktuelle Verordnung des Landes gilt noch bis zum 24. Juni; wegen der sinkenden Infektionszahlen und der niedrigen Inzidenzen im Land will die Landesregierung mit Lockerungen nicht mehr so lange warten.

Mehr Möglichkeiten bei privaten Treffen

Vorgesehen sind Lockerungen unter anderem bei privaten Treffen, bei Veranstaltungen und im Tourismus, wie Claudia Schröder, die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs, am Dienstag in Hannover sagte.

So sollen sich in Regionen mit einer Inzidenz zwischen 10 und 35 künftig weiterhin bis zu zehn Personen treffen dürfen, allerdings soll die Begrenzung auf drei Haushalte fallen. In Regionen mit einer Inzidenz unter 10 sollen Treffen von bis zu 25 Personen (drinnen) oder 50 Personen (draußen) erlaubt werden. Kinder bis 14 Jahre, vollständig Geimpfte und Genesene zählen dabei nicht mit.

In Hildesheim könnte es aber noch etwas dauern, bis die neuen Regelungen greifen. Am Dienstag fiel die Inzidenz auf 20,3 – ist aber noch immer die dritthöchste in Niedersachsen.



Private Feiern sollen auch mit mehr als 25 (drinnen) oder 50 (draußen) Personen möglich werden – allerdings sollen die Erwachsenen dafür einen negativen Corona-Test vorlegen. In Discotheken sollen bei einer Inzidenz unter 10 die Maskenpflicht und die Abstandsregel fallen.

Tempo beim Impfen weiter hochhalten

Mehr Freiheiten will die Landesregierung zudem den Veranstaltern von Bus- oder Schiffsreisen sowie den Betreibern von Seilbahnen einräumen. Soll soll die Maskenpflicht entfallen können, wenn die Abstände eingehalten werden können, wie Schröder sagte.

Entscheidend sei bei allen weiteren Schritten das Voranschreiten der Impfkampagne, sagte Schröder weiter: „Wir dürfen im Tempo nicht nachlassen, damit die Inzidenz niedrig bleibt.“ Das sei vor allem beim Kampf gegen die aus Indien stammende Deltavariante wichtig, die deutlich ansteckender sei als die anderen Varianten.

Jeder zweite Einwohner mindestens einmal geimpft

Inzwischen ist fast jeder zweite Einwohner in Niedersachsen mindestens einmal geimpft (49,4 Prozent), fast jeder Vierte bereits zweimal (25,9 Prozent). Auf den Wartelisten der Impfzentren standen am Dienstag 611.000 Menschen. Im Kreis Hildesheim ist inzwischen jeder zweite Einwohner mindestens einmal geimpft.

Wann die Änderungen der Corona-Verordnung in Kraft treten, konnte Regierungssprecherin Anke Pörksen nicht sagen. Am Mittwoch soll die Vorlage beiden zuständigen Verbänden in die Abstimmung gehen, danach müssen noch mögliche Änderungen eingearbeitet werden. Es sei fraglich, ob dies bis zum Wochenende zu schaffen sei.

Von stk

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