Kampf gegen das Coronavirus

Impfzentrum Alfeld: Chancen auf längeren Betrieb steigen

Alfeld/Kreis Hildesheim - Das Sozialministerium sieht eine Verlängerung des Betriebs im Alfelder Impfzentrum bis Ende September „grundsätzlich positiv“ – stellt aber Bedingungen.

Der Landkreis Hildesheim hat gute Aussichten, auch im August und September noch über zwei Impfzentren zu verfügen. Foto: Chris Gossmann

Alfeld/Kreis Hildesheim - Die Chancen, dass das Impfzentrum Alfeld über den 31. Juli hinaus in Betrieb bleibt und wie die anderen Impfzentren in Niedersachsen auch bis zum 30. September als Anlaufstelle fungiert, steigen. Das Land stehe einem Betrieb bis Ende September „grundsätzlich positiv gegenüber“, erklärte ein Sprecher des Sozialministeriums in Hannover am Donnerstagnachmittag auf HAZ-Anfrage. Für eine endgültige Festlegung sei es aber noch zu früh.



Angesichts der immer längeren Wartelisten in den Impfzentren in Hildesheim und Alfeld hatte die Erste Kreisrätin Evelin Wißmann kürzlich einen ausführlichen Brief an die stellvertretende Leiterin des Krisenstabes des Landes, Claudia Schröder, geschrieben mit dem dringenden Appell, zeitnah einen Betrieb des Alfelder Impfzentrums bis Ende September zuzusagen.

Genug Impfstoff vom Bund?

Seit Absenden des Briefes sind die Wartelisten beider Einrichtungen im Landkreis Hildesheim sogar noch merklich angeschwollen: Zum einen wurde zwischenzeitlich die Priorisierung aufgehoben, jeder kann sich anmelden. Zum anderen gibt es derzeit kaum Impfstoff für Erstimpfungen, so dass der Rückstau immer länger wird.


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Argumente, die in Hannover offenbar durchaus Gehör finden. „Voraussetzung für einen weiteren Betrieb bis zum 30. September ist allerdings, dass der Bund die Impfstoff-Lieferungen nach Niedersachsen auch im dritten Quartal mindestens aufrechterhält oder sogar steigert“, heißt es in der Stellungnahme des Sozialministeriums zur HAZ-Anfrage.

Wichtig für die Kampagne

Damit beziehen sich die Verantwortlichen auf die sogenannte „Grundlast“ von 235.000 Impfstoff-Dosen pro Woche. Diese müsse gesteigert, zumindest aber gehalten werden. Noch gibt es keine konkreten Daten vom Bund, grundsätzlich sollen die Liefermengen aber eher steigen als fallen.



„Zudem muss vor Ort sichergestellt sein, dass die Auslastung des Impfzentrums gewährleistet ist und dass das Impftempo hoch bleibt“, heißt es weiter. Das wiederum dürfte nicht am Landkreis Hildesheim scheitern. Wie wichtig das Alfelder Impfzentrum für die Kampagne in der Region ist, wurde vor einigen Wochen deutlich. Da entschied der Landkreis, die Einwohnerinnen und Einwohner der Städte und Gemeinden Bad Salzdetfurth, Bockenem, Holle und Nordstemmen statt dem Hildesheimer Impfzentrum der Alfelder Einrichtung zuzuordnen, um Hildesheim zu entlasten und insgesamt zügiger impfen zu können.

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