Ausbreitung des Coronavirus

Inzidenz im Kreis Hildesheim liegt auch am Samstag unter 50

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Hildesheim liegt bei 45,7 und damit am dritten Werktag unter 50. Lockerungen rücken näher – anders als in Hannover. Nachbarkreise verzeichnen Inzidenz-Anstiege.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Hildesheim liegt am Samstag bei 45,7. Foto: Werner Kaiser

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Landkreis Hildesheim hat sich fürs Erste unterhalb der 50er-Marke eingependelt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagmorgen einen Wert von 45,7. Das ist etwas mehr als am Freitag (41,3), aber weniger als am Donnerstag (47,5). Am Samstag vor einer Woche hatte der Inzidenzwert noch 58,7 betragen.

Damit liegt die Corona-Inzidenz im Landkreis Hildesheim bereits am dritten Werktag in Folge unter 50. Bleibt das auch am Dienstag und Mittwoch so, würde bereits am nächsten Freitag die Testpflicht im Einzelhandel komplett entfallen. Zudem wären dann von Montag, 31. Mai, an auf Basis des Stufenplans der Landesregierung weitere Öffnungen möglich – unter anderem gäbe es dann wieder Schulunterricht in kompletten Klassen und vieles mehr.

Rückgang verlangsamt

Die Region Hannover muss darauf wohl möglicherweise noch länger warten. Das Robert-Koch-Institut meldete am Samstag einen Inzidenzwert hauchdünn über der kritischen Marke und gab ihn mit 50,2 an. Damit sind in der Landeshauptstadt und ihrem Umland keine vorgezogenen Lockerungen im Einzelhandel möglich.

Bundesweit ging die durchschnittliche Inzidenz wie schon am Vortag nur ganz leicht zurück, die Entwicklung hat sich deutlich verlangsamt. Der Mittelwert liegt nun bei 66,8 (Freitag: 67,3). Der mittlere Inzidenzwert für Niedersachsen fiel minimal von 47,1 auf 46,8.

Anstiege in Nachbarkreisen

Im Landkreis Peine stieg die Inzidenz indes wieder merklich an, von 62,3 auf 73,4. Dort sind kurz nach dem Auslaufen der Bundesnotbremse noch keine weiteren Lockerungen in Sicht. Das gilt auch für den Kreis Wolfenbüttel, wo die Inzidenz von 56,0 auf 61,0 stieg.

Auch bei fast allen anderen Nachbarn stiegen die Inzidenzwerte wieder: In Salzgitter ging der Kennwert von 66,2 auf 74,8 hoch. In Hameln-Pyrmont stieg er leicht von 45,8 auf 47,1, in Holzminden blieb er bei 28,4, in Goslar stieg er von 25,7 auf 33,8 und in Northeim von 58,2 auf 59,0. In Hameln-Pyrmont spricht damit alles dafür, dass das Rastiland in der nächsten Woche wie geplant öffnen kann. In Goslar und Holzminden sind ab 31. Mai noch weitergehende Lockerungen möglich als in Hildesheim, wenn die Inzidenz unter 35 bleibt.

Tiefstwerte an der Küste

Die bundesweit niedrigste Inzidenz weist weiter die Stadt Flensburg mit dem neuen Tiefstwert von 8,9 auf. In Niedersachsen stehen weiter vor allem die Küstenregionen Cuxhaven (14,6) und Friesland (12,2) gut da. Die höchste Inzidenz in Deutschland hat weiterhin der Landkreis Hildburghausen in Thüringen, dort stieg der Wert noch einmal erheblich von 246,8 auf 273,3. Thüringen bleibt mit 105,0 als einziges Bundesland über einer Durchschnitts-Inzidenz von 100.

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