Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter

Inzidenz im Kreis Hildesheim sinkt – bald Änderungen für Geschäfte?

Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Stadt und Kreis Hildesheim ist am Mittwoch wieder gesunken und liegt nun bei 70,3. Damit steht Hildesheim weiterhin besser da als viele Nachbarkreise.

Die Zahl der laborbestätigten Corona-Infektionen ist gefallen. Doch ob sich dieser Trend festigt, werden erst die nächsten Tage zeigen. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hildesheim ist am Mittwoch weiter gesunken: Sie fiel von 77,2 am Vortag auf jetzt noch 70,3 Infektionsfälle pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Die Inzidenz im Kreis Hildesheim liegt damit am sechsten Tag in Folge unter dem 100er-Grenzwert.

Liegt die Inzidenz sieben Tage in Folge unter einem Grenzwert von 100 und ist diese Entwicklung der Einschätzung nach von Dauer, kann der Landkreis Hildesheim als der verantwortlichen Behörde per Allgemeinverfügung erklären, ab wann der Landkreis keine Hochinzidenzkommune mehr ist. Ab dann dürfen Geschäfte, die während der Phase als Hochinzidenzkommune schließen mussten, wieder für das Click&Meet-System öffnen. Ob es zu den Lockerungen kommt, hängt von der Inzidenzzahl am Donnerstag ab. Der Landkreis hat sich zudem noch nicht zu einem weiteren möglichen Vorgehen und einem möglichen Zeitplan geäußert.

Blick auf die Nachbarn

Im Umfeld von Hildesheim sieht es in vielen Landkreisen schlechter aus: Die Region Hannover hat aktuell eine Inzidenz von 113,4, Peine von 109, Wolfenbüttel von 107,8 und Salzgitter sogar von 205,9. Das ist zugleich der höchste Inzidenzwert landesweit.

In den vergangenen sieben Tagen sind im Raum Hildesheim 194 laut Landesgesundheitsamt neue Fälle nachgewiesen worden. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie liegt inzwischen bei 7231 und damit um 25 Fälle höher als am Vortag. Nach Angaben des Landes stieg die Zahl der Todesfälle um drei auf jetzt 257. Diese Zahl ist stets höher als die des Landkreises, weil das Land alle Verstorbenen, die an oder mit Corona verstorben sind, zählt, der Landkreis aber nur die Fälle, in denen die Corona-Infektion die Todesursache war.

Mögliche Auswirkungen von Ostern?

Generell sind die Inzidenzwerte in den vergangenen Tagen in vielen Landkreisen in Niedersachsen gesunken. Ein wirklicher Grund zur Entwarnung ist das aber noch nicht, weil während der Feiertage weniger Tests gemacht worden sein dürften als sonst üblich. Vielmehr bleibt abzuwarten, ob sich das Geschehen in den kommenden Tagen nicht wieder verschlechtert, weil über Ostern womöglich doch mehr Kontakte im privaten Umfeld stattgefunden haben als empfohlen und erlaubt.

Sollte es dabei Ansteckungen gegeben haben, wird dies meistens erst nach einigen Tagen statistisch relevant, wenn sich Infizierte krank fühlen und sich testen lassen. Und ehe Menschen mit schlimmen Verläufen ins Krankenhaus müssen, dauert es weitere Tage.

Blick ins Land

Die momentan günstigsten Zahlen melden der Landkreis Friesland mit einer Inzidenz von 37,5, Northeim mit 37,8, Wilhelmshaven kommt auf 38,1, Osterholz auf 38,6, Lüchow-Dannenberg auf 39,2 und Goslar auf 42,6. Am anderen Ende der Skale stehen hinter dem Spitzenreiter Salzgitter Cloppenburg mit einem Inzidenzwert von 164,6, Wolfsburg mit 162,4, Vechta mit 158,9, Leer mit 140.

Bei der Altersverteilung ist markant, dass die Fallzahlen unter den Alten deutlich gesunken sind. Dies dürfte sicherlich ein Erfolg der Impfungen sein. So gibt es in der Altersgruppe der über 90-jährigen nur noch 41 Infektionen landesweit, in der Altersklasse 80 bis 89 Jahre 194 Fälle. Bei den 20 bis 29-Jährigen, der Altersklasse mit den höchsten Infektionswerten, gibt es landesweit hingegen derzeit 1193 Fälle.

Schwere Verläufe

Wenn es um schwere Verläufe geht, bleiben die Betagten aber weiter die am meisten gefährdeten. Von den laborbestätigten COVID-19-Fällen wurden 4950 Fälle als an und mit COVID-19 verstorben gemeldet. Die meisten Toten waren zwischen 80 und 90 oder über 90 Jahre alt. Doch auch in der Altersgruppe 30 bis 39 Jahre sind inzwischen 19 Menschen gestorben, in der Altersgruppe 40 bis 49 Jahre waren es 47, in der Gruppe 50 bis 59 Jahre 143 Erkrankte und in der Gruppe 60 bis 69 Jahre 411 Frauen und Männer.

Doch noch müssen sich die Jüngeren gedulden. Bis sie einen Impftermin bekommen, dürfte es noch mehrere Wochen dauern, sofern sie nicht einer priorisierten Berufsgruppe angehören oder sie risikoreiche Vorerkrankungen haben.

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