Ausbreitung des Coronavirus

Stabile Inzidenz in Hildesheim, Hannover erreicht kritische Marke

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Hildesheim liegt am Samstag unverändert bei 6,9. Doch in Hannover setzte sich der Anstieg deutlich fort – wie auch bundes- und landesweit.

Im Kreis Hildesheim gibt es laut Robert-Koch-Institut am Samstag 19 bestätigte Corona-Fälle. Die Inzidenz in der Region Hannover erreicht einen kritischen Grenzwert. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Samstag im Landkreis Hildesheim stabil geblieben, während sie landes- und bundesweit weiter anstieg. Der Kennwert lag in der Region unverändert bei 6,9, in den vergangenen sieben Tagen gab es 19 neue laborbestätigte Corona-Fälle.

Der Durchschnittswert für ganz Deutschland stieg indes von 5,5 auf 5,8, der für Niedersachsen von 4,9 auf 5,1. Damit setzte sich der Trend einer Zunahme der Corona-Fälle auf niedrigem Niveau fort, wie aus am Morgen veröffentlichten Daten des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Europaweit steht die Bundesrepublik damit weiterhin sehr gut da. Hotspots gibt es unverändert nicht: Die höchste Inzidenz in ganz Deutschland hat derzeit die Stadt Würzburg mit 21,9.

In Hannover wird es eng

Immer höher wird aktuell die Inzidenz in der Region Hannover. Lag sie am Freitag noch bei 8,7, kletterte sie am Samstag auf 10,0 und erreichte damit einen kritischen Wert. Denn die derzeit in Hannover, Hildesheim und fast allen anderen Landkreisen herrschenden lockeren Corona-Regeln gelten bei einer dauerhaften Inzidenz von höchstens 10,0. Liegt der Kennwert drei Tage hintereinander darüber, gibt es stärkere Beschränkungen vor allem bei Kontaktregeln und Veranstaltungen.

Eine Lücke lässt das Land allerdings: Wird ein Grenzwert nach Einschätzung des lokalen Gesundheitsamtes aufgrund eines klar abgrenzbaren Hotspots überschritten, kann der betroffene Landkreis von einer Verschärfung der Regeln absehen. In Hannover tragen offenbar zahlreiche Infektionen nach einer privaten Party zum Anstieg bei – allerdings ist der Anteil der daraus resultierenden Fälle bisher nicht allzu hoch, es gibt flächendeckend mehr Infektionen in der Landeshauptstadt und ihrem Umland.

Holzminden hält die Null

In den anderen Nachbarlandkreisen von Hildesheim blieb die Situation am Samstag weitgehend stabil, es gab aber mehr Anstiege als Rückgänge: Im Landkreis Peine stieg die Inzidenz auf niedrigem Niveau von 2,2 auf 3,7, in Wolfenbüttel blieb sie bei 5,0 und in Salzgitter stieg sie von 2,9 auf 6,7.

Im Landkreis Holzminden blieb die Inzidenz bei 0,0, dort gab es weiterhin keine laborbestätigten Fälle. Im Landkreis Northeim blieb die Inzidenz bei 1,5, in Goslar stieg sie von 4,4 auf 5,9, in Hameln-Pyrmont fiel sie von 3,4 auf 2,0.

Sieben Kreise ohne Fälle

Die Zahl der Landkreise mit Inzidenzen von 0,0 liegt in Niedersachsen weiter bei sieben: Außer Holzminden weisen auch Leer, Emden, Aurich, Friesland, Cuxhaven und Lüneburg keine Neuansteckungen in den vergangenen sieben Tagen auf – besonders an der Nordseeküste gibt es also kaum Corona-Fälle.

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