Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Hildesheim liegt am Donnerstag bei 61,6. Das meldet das Landesgesundheitsamt mit Stand 9 Uhr. Am Mittwoch lag der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, noch bei 70,3.
28 neue Corona-Fälle wurden demnach registriert – diese Zahl kann unter Umständen von den Daten des Landkreises abweichen, die zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden. Das liegt an unterschiedlichen Meldezeitpunkten.
Lockerungen stehen bevor
Mit der Inzidenz vom Donnerstag liegt der Wert nun am siebten Tag in Folge unter 100. Bereits am Mittwoch hat der Landkreis für diesen Fall rasche Konsequenzen angekündigt und Lockerungen in Aussicht gestellt. Denn nach sieben Tagen mit einer Inzidenz unter 100 und der Prognose, dass diese Entwicklung anhält, kann eine Kommune den Status der Hochinzidenzkommune verlieren, den Hildesheim seit dem 30. März hat. Dafür muss der Landkreis eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Und das hat er auch vor, wie Kreissprecherin Birgit Wilken am Mittwochnachmittag auf HAZ-Nachfrage bestätigt hat.
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Ob die Verfügung sofort nach Erlass gilt oder eventuell erst ab Freitag oder Samstag, stand zunächst noch nicht fest, sie werde aber „zeitnah“ gültig werden.
Lockert der Landkreis nun tatsächlich die Notbremse, dürfte dann wie vor dem Wechsel in den Hochinzidenzstatus am 27. März der Einzelhandel wieder Termine fürs Einkaufen vergeben, das sogenannte Click & Meet würde möglich werden. Wegen des Hochinzidenzstatus der Region durften Händler zuletzt nur noch Waren zum Abholen bereit stellen, aber niemanden mehr ins Geschäft lassen.
Die Lage im Umkreis
Landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Schnitt bei 84,9. Auch in der Region Hannover sinkt die Inzidenz: von 113,4 auf 107,9, in Peine von 109 auf 95,7, in Wolfenbüttel von 107,8 auf 97,0. Salzgitter rutscht nach Tagen erstmals unter die 200er-Grenze: von 205,9 auf 191,8. Dennoch bleibt es der höchste Inzidenzwert in ganz Niedersachsen.
Auswirkungen von Ostern?
Generell sind die Inzidenzwerte in den vergangenen Tagen in vielen Landkreisen in Niedersachsen gesunken. Ein wirklicher Grund zur Entwarnung ist das aber noch nicht, weil während der Feiertage weniger Tests gemacht worden sein dürften als sonst üblich. Vielmehr bleibt abzuwarten, ob sich das Geschehen in den kommenden Tagen nicht wieder verschlechtert, weil über Ostern womöglich doch mehr Kontakte im privaten Umfeld stattgefunden haben als empfohlen und erlaubt.
Sollte es dabei Ansteckungen gegeben haben, wird dies meistens erst nach einigen Tagen statistisch relevant, wenn sich Infizierte krank fühlen und sich testen lassen. Und ehe Menschen mit schlimmen Verläufen ins Krankenhaus müssen, dauert es weitere Tage.
