10. und 11. August

M’era Luna in Hildesheim: Die wichtigsten Antworten zu Kindern, Cannabis und Konzerten beim Festival

Hildesheim - Es ist die größte wiederkehrende Veranstaltung der Region. Das Treffen der Schwarzen Szene zieht regelmäßig bis zu 25.000 Menschen nach Hildesheim. Das muss man wissen.

Bis zu 25.000 Menschen tummeln sich beim M’era Luna in Hildesheim auf dem Festival-Gelände. Foto: Julia Moras

Hildesheim - Nur noch wenige Chancen für Kurzentschlossene: Das M’era Luna ist fast ausverkauft. Festival-Pässe für beide Tage sind bereits seit Mitte des vergangenen Monats vergriffen und Tagestickets für den Samstag gibt es auch seit Anfang August nicht mehr. Nur eine Chance bleibt noch. 25.000 Personen strömen übers Wochenende nach Hildesheim um Stars und Sternchen der Schwarzen Szene zu sehen. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten in der Übersicht.

Wie kommt man zum Festival?

Mit ICE, S-Bahn oder Regionalbahn erreichen die Gäste Hildesheim. Wer mit Regionalzügen fährt, kann in diesem Jahr das Deutschlandticket nutzen. Vom Hauptbahnhof aus fahren Linienbusse sowie kostenpflichtige Shuttle-Busse zum Festivalgelände. Die Haltestelle ist An der Scharlake. Am Bahnhofsplatz gibt es Hinweisschilder. Die Shuttle fahren freitags zwischen 10.30 und 23.45 Uhr, samstags zwischen 10.15 und 1 Uhr, sonntags zwischen 10.15 und 0 Uhr sowie montags zwischen 8 und 12.30 Uhr. Die Tickets gibt es am Freitag und Samstag in der „M’era Luna-Botschaft“ am Bahnhof und am Sonntag im Bus. Eine Einzelfahrt kostet 3 Euro, Hin- und Rückfahrt 5 Euro. Für ortsansässige Personen lohnt sich auch die Flatrate für 10 Euro .

Die Besucherinnen und Besucher, die mit Auto, Motorrad und Wohnmobil anreisen, erinnert Polizeisprecher Jan Makowski daran, dass die A7-Anschlussstelle Hildesheim für alle, die aus Richtung Süden kommen, aufgrund der Baustelle weiterhin nicht nutzbar ist, da man dort dann nicht in Richtung Stadt fahren kann. Stattdessen sollten Autofahrer weiter bis zur Anschlussstelle Hildesheim-Drispenstedt fahren und können von dort in die Stadt kommen. Aus Richtung Norden können wahlweise bereits die Autobahnausfahrt Laatzen und die anschließende Route über die Bundesstraße 6 oder die Ausfahrt Hildesheim-Drispenstedt genommen werden. Die Festivalorganisatoren empfehlen, in der Stadt der Festivalbeschilderung zu folgen und nicht dem Navi.

Gibt es noch Tickets?

Nur für den Sonntag – und auch da braucht es Glück. Denn das M’era Luna ist so gut wie ausverkauft. Der Veranstalter hält auch kein Kontingent für Tagesgäste zurück. Aktuell (Stand: 7.8.) gibt es noch Karten für den Sonntag.

Gibt es die Konzerte trotzdem zu sehen?

Ja. Der NDR überträgt mit arte concerts „ausgewählte Acts von der Hauptbühne“ im Videostream. Diese und weitere Mitschnitte sind im Anschluss online zum Abrufen verfügbar. Auch auf dem Youtube-Kanal des M’era Luna stehen einige Konzerte der vergangenen Jahren zum Anschauen und Nachhören.

Wer tritt auf?

Punkten will das M’era Luna in diesem Jahr mit ASP, Front 242, VNV Nation und Epica. Die Bands treten alle zur besten Sendezeit auf der Hauptbühne auf. ASP sind auf Jubiläums- und Front 242 auf Abschiedstour und beenden den Samstag, Epica und VNV Nation gestalten das Festivalfinale am Sonntag. Ansonsten treten am Samstag auf der Hauptbühne Re.Mind, Schwarzer Engel, Hell Boulevard, Lacrimas Profundere, Die Herren Wesselsky, Oomph!, Hämatom, Deine Lakaien und Saltatio Mortis auf. Die Gruppen könnten also im Livestream zu sehen sein.

Auf der sogenannten Club-Stage sind samstags Steril, Rroyce, Genthrone, S.P.O.C.K., The Cassandra Complex, Funker Vogt, She Past Away, Assemblage 23, Suicide Commando und London After Midnight zu sehen. Live-Übertragungen sind von dieser Bühne aus nicht geplant. Sonntag spielen dort Extize, Eden weint im Grab, Future Lied To Us, [X]-RX, Das Ich, Welle:Erdball, Combichrist mit einem Old School Set, [:SITD:] und die Krupps.

Auf der Hauptbühne stehen am Sonntag Janrevolution, Erdling, Stahlmann, Zeraphine, dArtagnan, Deathstars, Schandmaul und Lord Of The Lost.

Außerdem gibt es Lesungen von und mit Markus Heitz, Lydia Benecke und Christian von Aster, eine Talkshow mit „Lord Of The Lost“-Sänger Chris Harms und Stephan Thanscheidt, dem Chefbooker des Festivals, sowie Workshops und eine Modenschau.

Was gibt es zu essen?

Auf dem Festivalgelände sorgen zahlreiche Stände für die Verköstigung der Besucherinnen und Besucher. Es gibt unter anderem Burger und Döner, Steinofengebäck und Kartoffelspalten, Knoblauchbrot und Käsespätzle, Falafel und Flammkuchen. Viel Besuch wird auch in den Supermärkten und Restaurants in Festivalnähe erwartet, denn vor allem die Besucherinnen und Besucher, die beim Festival campen, versorgen sich oft selber.

Darf man Essen mitbringen?

Alle Gäste dürfen sich ein Lunchpaket mit aufs Veranstaltungsgelände nehmen. Getränke sind nicht erlaubt – aber leere faltbare Trinkflaschen und Tetrapacks oder Mehrweg-Trinkbecher.

Was muss draußen bleiben?

Auf dem Veranstaltungsgelände sind sämtliche Waffen verboten. Ebenfalls draußen bleiben müssen Laserpointer, Feuerwerkskörper und Rucksäcke. Wer es sich auf mitgebrachten Campingstühlen gemütlich machen will, hat schlechte Karten. Und auch professionelle Aufzeichnungsgeräte, Tiere sowie Drohnen sind nicht erlaubt.

Dürfen Kinder aufs Festival?

Babys und Kinder unter sechs Jahren dürfen nicht aufs Festivalgelände. Von sechs bis 15 Jahren dürfen die Kinder nur in Begleitung einer sorgeberechtigten Person mitfeiern und sich mit einer schriftlichen Teilnahmeerlaubnis auf dem Gelände aufhalten. „Wir empfehlen ausdrücklich, Kinder nicht auf das Festival mitzunehmen“, heißt es jedoch auf der Homepage des Festivals. Die Veranstalter weisen auf die erhebliche Lärmbelastung hin. Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren brauchen nach 24 Uhr eine schriftliche Teilnahmeerlaubnis, um auf dem Festivalgelände zu sein. Die Bescheinigungen zum Ausfüllen gibt es auf der Festival-Homepage.

Wie barrierefrei ist das Festival?

Die Organisatorinnen und Organisatoren haben auf ihrer Homepage umfassende Infos für Menschen mit Behinderungen zusammengestellt und empfehlen vor Ort den Info-Stand in der Halle 39. Dieser ist ebenerdig erreichbar und verfügt über Parkplätze vor der Tür. Dieser ist am Freitag von 11 bis 23 Uhr, Samstag von 9 bis 23 Uhr und Sonntag von 9 bis 21 Uhr geöffnet. Wer ein „B“, „H“ oder „Bl“ im Schwerbehindertenausweis eingetragen hat, darf kostenfrei eine Begleitperson mitnehmen – diese benötigt keinen eigenen Festivalpass. Es gibt auch ein Special Needs Camp – die Anmeldung dafür ist aber bereits geschlossen.

Ist der Cannabis-Konsum erlaubt?

Auf dem Festivalgelände dürfen sich Minderjährige aufhalten. Deswegen gilt das „Konsumverbot in deren unmittelbaren Gegenwart“, heißt es auf der Seite des Festivals.


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