Hildesheim - Die Vorbereitungen für das Mega-Event an diesem Wochenende sind nicht zu überhören: Gemeint ist nicht die Musik des Festivals M’era Luna, sondern zunächst die Handwerker auf dem weitläufigen Flugplatzgelände. Nach zwei Jahren Zwangspause wegen Corona trifft sich in Hildesheim wieder die Gothic-Szene. Bereits jetzt werden die ersten Staus bei der Anreise der Fans vermeldet.
Stau auf der B6
Bereits am Mittag gab es Wartezeiten auf der Bundesstraße 6 – aus Richtung Norden sowie auch im Hildesheimer Zentrum vom Stadtfeld in Richtung Drispenstedt kam es wegen des hohen Verkehrsaufkommens zu Stau. Es gibt extra eine Fahrspur für die M’era-Luna-Gäste. Zudem ist die Anfahrt aus allen Richtungen gut mit kleinen Extra-Schildern gekennzeichnet. Gegen 14.30 Uhr meldete die Verkehrsmanagementzentrale, dass sich der Verkehr normalisiert hat.
Ausgerechnet auf der B494 Drispenstedt/Lerchenkamp und der B6 in Höhe der Steuerwalder Straße gab es zudem eine Sperrung in beide Richtungen, da eine Ölspur beseitigt werden musste – diese wurde kurz nach 13 Uhr wieder aufgehoben. Auch die A7-Ausfahrt Drispenstedt war betroffen.
Derzeit werden noch einige Arbeiten erledigt. Gabelsstapler fahren emsig hin und her, um Bühnenbauten, Absperrzäune, Zelte, Stromaggregate sowie die Gastronomie-Ausstattung anzuliefern. Etwa 3000 Leute arbeiten derzeit an einem Mega-Event wie dem M’era Luna. Der Fachkräftemangel, den die Corona-Zeit verschärft hat, habe auch die Veranstalter des Gothic-Festival beschäftigt, bestätigt Jonas Rohde, Head of Communications bei FKP Scorpio. „Aber wir haben ein großes Netzwerk und deswegen keine Probleme auf unseren Veranstaltungen.“ Ansonsten wirkt er trotz den Arbeiten im Endspurt gelassen. Rohde: „Es läuft alles nach Plan.“
Auf dem Lerchenkamp in Drispenstedt herrscht auch vor dem Gelände Betrieb, die ersten Fans sind bereits schon vor Ort und warten auf Einlass. Sichtliche Freude herrscht beim Anblick der großen Bühne. Die große, mehr als 30 Meter breite Auftrittsplattform steht bereits, muskulöse Männer turnen noch in luftiger Höhe umher, um das Bühnengerippe sicher zu befestigen. Eine Fläche von 15 Metern steht dann für die Musikerinnen und Musiker bereit. Demnächst wird die Licht- und Tontechnik installiert.
Vorhersage der Metereologen
Mehrere Kilometer Zaun sind bereits aufgestellt worden, um das Festivalgelände samt Park- und Campingplätzen einzugrenzen. Installiert werden zudem jede Menge Toiletten, Duschen und Waschmöglichkeiten für die Fans. Auch wenn das Wetter sich am Freitag abgekühlt hat und sich zwischendurch auch immer mal wieder Regen meldet, so kann eine kalte Dusche an diesem Wochenende durchaus von Vorteil sein: Die Meteorologen sagen ein sonniges, bis zu 25 Grad warmes und vor allem trockenes August-Wochenende voraus.
Also beste Voraussetzungen für das Festival M’era Luna, das ganz eng mit dem Namen Hildesheim verknüpft ist. Keine Selbstverständlichkeit, denn in so manchen Vorjahren sind die Besucherinnen und Besucher mitunter wild in Gummistiefeln umhergerutscht, denn auch Regen gehörte schon mehrfach zu M’era Luna.
Doch auch wenn fast alles startklar und rosig scheint, was ist eigentlich mit Corona? Weder auf seiner Homepage noch auf der Website des M’era Luna weist Veranstalter FKP Scorpio auf besondere Corona-Regelungen hin. Auch das Land Niedersachsen macht derzeit keine Beschränkungen für Großveranstaltugen. Im Sinne der Eigenverantwortlichkeit sollten sich Besucherinnen und Besucher vor dem Betreten des Festival-Geländes jedoch testen.





