Hildesheim - M’era Luna, wir kommen: Eileen Bartels aus Grasdorf hat ihren Kombi bis unters Dach vollgeladen. Zelte, Schlafsäcke, Wasserflaschen, Bier, Ravioli-Dosen und natürlich jede Menge Klamotten. Na klar: Zum M’era Luna geht es natürlich stilecht in Gothic-Kluft: „Wir sind gut drauf und freuen uns, dass es endlich losgeht“, sagt die 34-jährige Justizfachwirtin, als sie sich am Freitag gegen 10 Uhr hinters Steuer klemmt. Auch ein Baby-Planschbecken ist mit an Bord. „Darin kühlen wir nachher unsere Getränke.“
Eileen Bartels ist Teil der Gruppe „M‘era Morning Crew“ – mit Leuten aus Stadt und Landkreis Hildesheim, Garbsen, Langenhagen, Bad Oeynhausen, Aachen, Berlin, Cottbus, Potsdam, Frankfurt und den Niederlanden. Seit 2009 trifft sich die Truppe Jahr für Jahr auf dem Hildesheimer Festival, campt zusammen, feiert und genießt das Zusammensein in der sogenannten „zweiten Familie“. An diesem Wochenende wollen Eileen und Co. regelmäßig für die HAZ vom Festival-Gelände berichten.
Stundenlanges Schlangestehen
Oliver und weitere Frauen und Männer der „M’era Morning Crew“ stehen am Freitagvormittag schon seit mehreren Stunden in der Einlass-Schlange, an der es die Bändchen gibt, mit denen man aufs Gelände darf. Oliver und die anderen sind die „Speerspitze“ der Gruppe. Sie sichern gute Plätze für die „M’era Morning Crew“, der Rest stößt später dazu.
Eileen fährt erstmal ohne ihren Mann Sven vor. „Der kommt am Samstag nach“, sagt sie. Die beiden haben Zwillinge. Und die Dreijährigen müssen zunächst noch bei den Großeltern abgeliefert werden, ehe es dann auch wirklich losgehen kann. Babys und Kleinkinder unter 6 Jahren dürfen nicht auf das Veranstaltungsgelände. Wenn sie größer sind, kommen sie vielleicht irgendwann mit. „Aber das müssen sie dann selbst entscheiden“, sagt Eileen.



